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	<title>Fachtagung</title>
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	<description>Wegweiser auf der Karriereleiter</description>
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	<title>Fachtagung</title>
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		<title>Erfolg oder bitteres Scheitern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ARKM Zentralredaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 07:53:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einer Fachtagung der Forschungsgruppe ‚Heimerziehung‘ der Uni Siegen diskutierten ExpertInnen, warum in der Mehrheit der Fälle die Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen ungeplant beendet wird. Kristin* hat fünf Kinder, ist erneut schwanger und entscheidet, ihre Tochter Mara vorrübergehend in eine Heimeinrichtung zu geben.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auf einer Fachtagung der Forschungsgruppe ‚Heimerziehung‘ der Uni Siegen diskutierten ExpertInnen, warum in der Mehrheit der Fälle die Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen ungeplant beendet wird.</p>
<figure id="attachment_24985" aria-describedby="caption-attachment-24985" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-24985" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/03/Heimerziehung_medien.jpg" alt="" width="600" height="530" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/03/Heimerziehung_medien.jpg 600w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/03/Heimerziehung_medien-280x247.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/03/Heimerziehung_medien-500x442.jpg 500w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-24985" class="wp-caption-text">Quelle: Uni Siegen</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Kristin hat fünf Kinder, ist erneut schwanger und entscheidet, ihre Tochter Mara vorrübergehend in eine Heimeinrichtung zu geben. Plötzlich erhält sie die Nachricht, dass Mara nicht mehr zurückkommen wird. Das zumindest ist der Plan der Pädagogen und Sozialarbeiter. Für Kristin ein Schock. Fünf Jahre lang kämpft sie, damit die Heimerziehung frühzeitig beendet wird. Dann darf Mara zu ihrer Familie zurückkehren. In 57 Prozent der Fälle wird die Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen ungeplant beendet. Auf einer Tagung an der Uni Siegen diskutierten ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis diese Statistik: Welche Gründe gibt es für eine unplanmäßige Beendigung? Ist sie immer negativ zu bewerten? Und kann man so etwas wie Heimerziehung oder eine Entwicklung überhaupt planen? Verschiedene Perspektiven auf ungeplante Beendigungen in der Heimerziehung wurden durchleuchtet.</p>
<p style="text-align: justify;">„Es geht hier um Menschen“, sagt Prof. Klaus Wolf, einer der Organisatoren der Tagung. „Die Kinder und Jugendlichen in Heimen sind Menschen mit besonderen Merkmalen, die schwierige Startbedingungen haben.“ Pädagogen in einem Heim könnten die Kinder nicht einfach nach ihren Vorstellungen verändern. Deshalb sei es schwierig, am Anfang der Heimerziehung einen festen Plan für die Zukunft des Kindes zu entwickeln. „Wir machen uns etwas vor, wenn wir denken, wir könnten alles vorhersagen. Die Kinder entwickeln sich selbst, das kann von Pädagoginnen angeregt und gefördert werden. Zielgerichtete Menschenveränderung ist nicht möglich“, sagt Prof. Wolf.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gründe, warum Kinder und Jugendliche vorzeitig eine Heimeinrichtung verlassen, sind vielfältig- durch die Kinder und Jugendlichen selbst, Eltern, Jugendämter, Einrichtungen. Teilweise sei die frühzeitige Beendigung Zeichen eines bitteren Scheiterns. Zum Beispiel, wenn das Jugendamt die Betreuung einseitig beende oder die Kostenübernahme abgebrochen werde. Manche ungeplanten Beendigungen könne man aber auch positiv bewerten. „Manchmal finden die Jugendlichen ihren eigenen Weg. In anderen Fällen haben sich die Familienverhältnisse schneller so stabilisiert, dass es kein Problem mehr ist, wenn das Kind zu den Eltern zurückkehrt“, erklärt Wolf.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit solch eine positive Entwicklung gelingt, ist eine enge und gute Zusammenarbeit aller an der Hilfeplanung beteiligten Personen wichtig, meint Manuel Theile, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe „Heimerziehung“ der Uni Siegen. „Familienarbeit ist hier von zentraler Bedeutung, z.B. durch Unterstützung der Eltern, so dass sie das Kind oder den Jugendlichen wieder selbst aufnehmen können“, sagt er.</p>
<p style="text-align: justify;">Was viele nicht wissen: In der Mehrheit der Fälle geben die Eltern ihre Kinder freiwillig in ein Heim, zum Beispiel aufgrund einer vorübergehenden Überbelastung durch Trennung oder Krankheit. „Das ist häufig eine verantwortungsvolle, wenn auch zähneknirschende, Entscheidung im Sinne des Kindes“, erklärt Ko-Organisatorin Andrea Dittmann. „Oft betrifft das Alleinerziehende ohne Netzwerke wie Freunde oder Familie, die in Notsituationen auf die Kinder aufpassen könnten.“ In diesen Fällen behalten die Eltern das Sorgerecht, haben also ein Mitspracherecht bei der Heimerziehung.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Fall von Kristin und Mara ist das nicht so gelaufen, wie es laufen sollte. Eine Ausnahme sei das allerdings nicht. Oft werde über die Köpfe der Eltern hinweg entschieden. Dann kommt es zu Überraschungen wie bei Kristin. „Viele Jugendhilfeeinrichtungen wissen, dass die Kooperation mit den Eltern ausbaubar ist“, sagt Dittmann. „Aber ihnen fehlt häufig das Personal, um dies für alle befriedigend umzusetzen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Veranstaltet wurde die Fachtagung von der Forschungsgruppe „Heimerziehung“ der Uni Siegen. In der Forschungsgruppe untersuchen WissenschaftlerInnen seit 2013 in Grundlagen- und Praxisforschungsprojekten die stationäre Kinder- und Jugendhilfe.<br />
<em><br />
Quelle: Uni Siegen</em></p>
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		<title>Fachtagung über Flüchtlingskinder fand mit weit über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2016 08:35:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Koblenz - Auf große Resonanz stieß eine Fachtagung zum Thema „Schutzbedürftig und (Kinder)schutzberechtigt – Zur Lebenssituation der begleiteten Flüchtlingskinder in Deutschland“, der an der Hochschule Koblenz im Fachbereich Sozialwissenschaften stattfand.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Koblenz</strong> &#8211; Auf große Resonanz stieß eine Fachtagung zum Thema „Schutzbedürftig und (Kinder)schutzberechtigt – Zur Lebenssituation der begleiteten Flüchtlingskinder in Deutschland“, der an der Hochschule Koblenz im Fachbereich Sozialwissenschaften stattfand. Die Veranstaltung thematisierte die Lebenssituation und die Rechte begleiteter Flüchtlingskinder in Deutschland aus verschiedenen professionellen Perspektiven. Eingeladen hatten das Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW) der Hochschule Koblenz in Kooperation mit dem Landespräventionsrat RLP des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur.</p>
<p style="text-align: justify;">
Auch wenn die Rechte junger Geflüchteter im internationalen und nationalen Recht durch die UN-Kinderrechtskonvention klar definiert sind, finden sie in der Realität nur wenig Beachtung, was zu einer deutlichen Benachteiligung und zu gravierenden Verletzungen des Kindeswohls von Flüchtlingskindern führen kann. Einer möglichst unbeschwerten Zeit in Sicherheit stehen häufig bürokratische Hürden sowie offene Ausgrenzung in der Gesellschaft entgegen.</p>
<figure id="attachment_23799" aria-describedby="caption-attachment-23799" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-23799" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/04/160422-Fachtagung-Flüchtlingkinder-5.jpg" alt="Quelle:  HS Koblenz" width="620" height="413" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/04/160422-Fachtagung-Flüchtlingkinder-5.jpg 620w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/04/160422-Fachtagung-Flüchtlingkinder-5-280x187.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/04/160422-Fachtagung-Flüchtlingkinder-5-500x333.jpg 500w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/04/160422-Fachtagung-Flüchtlingkinder-5-134x90.jpg 134w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-23799" class="wp-caption-text">Quelle: HS Koblenz</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Hochschule, den Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften sowie den Vorsitzenden des Landespräventionsrates eröffnete Jamie Kreuzberg-Lauterbach den inhaltlichen Teil der Tagung. Sie schilderte aus ihrer Perspektive als Leiterin des Sozialdienstes in der Erstaufnahmeeinrichtung in Ingelheim eindrücklich die Situation der Kinder und Familien: „Die Einrichtung ist wie ein kleines Dorf, bei uns läuft es gut“.</p>
<p style="text-align: justify;">
Einen anderen Eindruck vermittelte Dr. Theodor Michael, ehemaliger Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums der Charité und nun ehrenamtlicher Kinderarzt am Lageso in Berlin. Er bestätigte die chaotischen Zustände, die viele aus der Presse kennen und plädierte für einen besseren Schutz der geflüchteten Kinder, der eben auch eine zeitnahe und vor allem bedarfsgerechte medizinische Versorgung beinhalten muss. Cindy Vogel-Hürter berichtete als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin zum Umgang mit geflüchteten Kindern in der Kita.</p>
<p style="text-align: justify;">„Auch wenn die Kinder Traumatisches erlebt haben, müssen sie nicht zwangsläufig traumatisiert sein. Es gilt jedes Kind als Individuum zu sehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen“, konstatierte Vogel-Hürter. Als besonderes Highlight wird den Gästen sicher der Besuch der Aktivisten des Projektes „Small Room“, die aus Idomeni anreisten, in Erinnerung bleiben. Es herrschte ergriffene Stille im großen Hörsaal der Hochschule, als die jungen Männer mit leiser Stimme ihre Fluchtgeschichten erzählten. Begleitet wurde die Aktion mit einer Fotopräsentation der Fluchtetappen aus der Sicht der Geflüchteten, welche die Initiative dem IFW zur Verfügung stellte und die in den nächsten Tagen an der Hochschule ausgestellt sein wird.</p>
<p style="text-align: justify;">
Nach einer Podiumsdiskussion mit der thematischen Rahmung durch die UN- Kinderrechtskonvention, an der Diskutant_innen verschiedener Professionen teilnahmen, rundete Mirjam Lewek (Referentin beim Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) mit ihrem Abschlussstatement „Dringend erforderlich: kindgerechte Unterstützung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe“ mit Ergebnissen ihrer Studie zur Lebenssituation der begleiteten Flüchtlingskinder den inhaltlichen Teil der Tagung gelungen ab.</p>
<p style="text-align: justify;">
Im Rahmenprogramm gab es an zahlreichen Infoständen verschiedener Initiativen und Institutionen (z.B. Flüchtlinge Willkommen, Arbeitskreis Asyl, Beratungsknoten Rechtsextremismus, Leitstelle Kriminalprävention) viele Möglichkeiten zur Information und Vernetzung. Eine „rundum gelungene Veranstaltung“, so die Tagungsleitung Prof. Dr. Kathinka Beckmann, die sich sehr herzlich bei allen Teilnehmenden für das große Interesse am Thema Kinderschutz geflüchteter Kinder bedankte.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: HS Koblenz</em></p>
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		<title>Fachtagung an der Hochschule Koblenz thematisierte Ausgrenzung</title>
		<link>https://www.karriere-aktuell.de/fachtagung-an-der-hochschule-koblenz-thematisierte-ausgrenzung-20141030.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2014 07:19:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Koblenz &#8211; Im Rahmen einer Fachtagung beschäftigten sich über 100 Personen aus Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit an der Hochschule Koblenz mit schulischen, beruflichen und sozialen Aspekten von Ausgrenzung und Inklusion. Während gesellschaftliche Ausgrenzung ein Kernproblem der Adressatinnen und Adressaten Sozialer Arbeit ist, verspricht die Inklusionsstrategie insbesondere im Bildungsbereich, Ausgrenzung und Diskriminierung zu minimieren. &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Koblenz &#8211; Im Rahmen einer Fachtagung beschäftigten sich über 100 Personen aus Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit an der Hochschule Koblenz mit schulischen, beruflichen und sozialen Aspekten von Ausgrenzung und Inklusion. Während gesellschaftliche Ausgrenzung ein Kernproblem der Adressatinnen und Adressaten Sozialer Arbeit ist, verspricht die Inklusionsstrategie insbesondere im Bildungsbereich, Ausgrenzung und Diskriminierung zu minimieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Podiumsdiskussion – wie die gesamte Tagung von Kathinka Beckmann aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften kompetent moderiert – beleuchtete unter reger Beteiligung des Plenums, welche Herausforderungen auftreten, wenn Inklusion umgesetzt wird. Marion Felder aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften hob hervor, dass gerade ein strukturell überstürzt organisierter Inklusionsprozess Gefahr laufe, gerade den zu helfenden Kindern notwendige Förderungen vorzuenthalten. Karin Weiss (Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz, Abteilung Integration und Migration) legte Wert darauf, Inklusion nicht nur auf Kinder mit eingeschränkten Fähigkeiten, sondern grundsätzlich auf alle Kinder jeglicher Herkunft zu beziehen. Stephan Bundschuh aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften stellte heraus, dass eine unzureichend vorbereitete Inklusion weniger einer Umsetzung menschenrechtlicher Ansprüche als den Bedarfen einer neoliberalen Marktwirtschaft diene, die staatliche Transferleistungen minimieren wolle. Das Podium war sich darin einig, dass gelingende Inklusion eine grundlegende Bereitschaft der ganzen Gesellschaft erfordere.</p>
<figure id="attachment_7623" aria-describedby="caption-attachment-7623" style="width: 618px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-7623" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/10/KODEX_Podium.jpg" alt="Podiumsdiskussion mit  Stephan Bundschuh, Kathinka Beckmann, Vera  Reiss und Marion Felder. (von links) Foto: Hochschule Koblenz/Melissa Gundlach-Schmidt" width="618" height="412" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/10/KODEX_Podium.jpg 618w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/10/KODEX_Podium-280x186.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/10/KODEX_Podium-500x333.jpg 500w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/10/KODEX_Podium-134x90.jpg 134w" sizes="(max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption id="caption-attachment-7623" class="wp-caption-text">Podiumsdiskussion mit Stephan Bundschuh, Kathinka Beckmann, Vera<br />Reiss und Marion Felder. (von links) Foto: Hochschule Koblenz/Melissa Gundlach-Schmidt</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die Workshops der Tagung vertieften zentrale Aspekte von Inklusion und Ausgrenzung. Anja Schüller (Jugendforum Chemnitz) und Ehsan Ghandour (Hochschule Koblenz, Projekt KODEX) stellten mit dem sogenannten Team-Teaching eine Methode vor, die insbesondere für den inklusiven Schul-Unterricht förderlich sei. Bei dieser Methode gestalten im selben Klassenraum zwei Lehrkräfte mit unterschiedlichen Fähigkeiten in enger Absprache gemeinsam den Unterricht mit denselben Schülerinnen und Schülern, um so auf unterschiedliche Weise deren Bedürfnissen gerecht zu werden. Im zweiten Workshop entwickelte sich bereits während der Präsentationen über den Arbeitslehreunterricht an der Diesterweg-Schule und die Berufseinstiegsbegleitung von Rolf Krewer (Bildungswerk der rheinland-rheinhessischen Wirtschaft) und Sascha Steffes (Diesterweg-Schule Koblenz) eine rege und ausführliche Diskussion über „best practices“. Der Evaluationsworkshop thematisierte den Nutzen wissenschaftlicher Begleitungen von Projekten im Antidiskriminierungsbereich. Die Workshopleitenden Maria Andreacchi und Antje Knieper-Wagner (beide Hochschule Koblenz) zeigten diesen Zweck anhand der Evaluation zum Projekt KODEX und anhand einer Umfrage unter Migrantinnen und Migranten über die Auswirkungen des rechtsextremen Terrors. Der vierte Workshop widmete sich der Feindseligkeit gegenüber Sinti und Roma – Antiziganismus genannt. Esra Herzog und Gina Reinhardt (beide Hochschule Koblenz, Projekt KODEX) stellten an Erfahrungslernen und dialogischem Lernen orientierte Übungen für die Arbeit mit Jugendlichen vor und führten diese mit den Teilnehmenden durch.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tagung schloss mit einem Vortrag von Markus Dederich (Universität Köln) zur sozialen Erzeugung von „Behinderung“. Fast alle Menschen hätten die eine oder andere körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung, diese werde erst durch das soziale Umfeld als „Behinderung“ zum Stigma. Dederich skizzierte das Dilemma, dass Kinder durch die Kategorisierungen der Sonderpädagogik zwar stigmatisiert würden, sie dadurch aber erst einen Rechtsanspruch auf Förderung besäßen. Ohne diesen Rechtsanspruch würden sie einer gnadenlosen Konkurrenz ausgesetzt, bei der sie nur verlieren könnten.</p>
<p style="text-align: justify;">Bundschuh, der die Tagung mit seinem Projektteam veranstaltete, zeigte sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden: „Die Tagung hat gezeigt, dass der schulische Inklusionsprozess eine zentrale Bildungsherausforderung in den kommenden Jahren darstellt. Wenn aber diesem Inklusionsprozess nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist eine gesellschaftliche Gegenreaktion zu befürchten, die möglicherweise zu mehr Diskriminierung führt.“</p>
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		<title>Ausbau der Anerkennung von ausländischer Berufsabschlüsse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 07:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennungsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[ausländischer Berufsabschluss]]></category>
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		<category><![CDATA[Fachtagung]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Hubert Esser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fachleute diskutieren erste BIBB-Ergebnisse zur Umsetzung des Anerkennungsgesetzes “Die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren eine positive Entwicklung genommen – ein Trend, der sich fortsetzen wird”, erklärt Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus Anlass einer Fachtagung zur Umsetzung des Anerkennungsgesetzes in Berlin. Wie die erste &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1331" aria-describedby="caption-attachment-1331" style="width: 283px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/04/esser_42_5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1331" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/04/esser_42_5.jpg" alt="Friedrich Hubert Esser Foto: BIBB" width="283" height="426" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/04/esser_42_5.jpg 320w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2014/04/esser_42_5-280x421.jpg 280w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1331" class="wp-caption-text">Friedrich Hubert Esser Foto: BIBB</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fachleute diskutieren erste BIBB-Ergebnisse zur Umsetzung des Anerkennungsgesetzes</strong></p>
<p style="text-align: justify;">“Die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren eine positive Entwicklung genommen – ein Trend, der sich fortsetzen wird”, erklärt Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus Anlass einer Fachtagung zur Umsetzung des Anerkennungsgesetzes in Berlin. Wie die erste amtliche Statistik zeigt, wird ein Großteil der Anträge positiv beschieden, und die Informations- und Beratungsangebote werden sehr gut angenommen. “Die Internetseite ,Anerkennung in Deutschland’ verzeichnete seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes vor zwei Jahren über eine Million Besucherinnen und Besucher”, betont Esser. Das BIBB betreibt das Informationsportal www.anerkennung-in-deutschland.de im Auftrag der Bundesregierung.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bedeutung der Informations- und Beratungsstrukturen bestätigten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen Fachtagung “Zwei Jahre Anerkennungsgesetz – Bilanz und Ausblick” in Berlin. Auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) diskutierten über 200 Fachleute aus der Anerkennungspraxis über Erfahrungen und Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wichtige Grundlage der Diskussionen bildeten die ersten Ergebnisse des BIBB-Projekts “Monitoring der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes des Bundes als Beitrag zur Qualitätssicherung”. Sie sind im BMBF-Bericht zum Anerkennungsgesetz, den das Bundeskabinett am 2. April beschlossen hat, veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Anerkennungsverfahren und Unterstützungsstrukturen haben sich laut Bericht etabliert und werden auch stark genutzt. Damit die Möglichkeiten dieses neuen Instruments zur Fachkräftesicherung künftig optimal ausgeschöpft werden können, weisen die Autorinnen und Autoren auf den an verschiedenen Stellen identifizierten Handlungsbedarf hin. Dazu gehört zum einen der Abbau von Hürden für die Antragstellenden. “Der Bericht zeigt, dass ein Anerkennungsverfahren vielfach mit hohem zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist”, so BIBB-Präsident Esser. Zum anderen macht der Bericht deutlich, dass die zuständigen Stellen alle Spielräume für eine weitere Vereinheitlichung der Verfahren nutzen sollten, um die Umsetzung des Gesetzes noch erfolgreicher zu machen. So gibt es derzeit beispielsweise bei Ärztinnen und Ärzten sowie in der Gesundheits- und Krankenpflege je nach Bundesland noch sehr unterschiedliche Anerkennungspraktiken.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Betrieben empfiehlt Esser, im Ausland erworbene Berufsqualifikationen noch stärker für ihre Fachkräftesicherung zu nutzen. Dazu gehöre auch, “stärker zu prüfen, ob sie in der eigenen Belegschaft schlummernde Potenziale wecken und diese durch passgenaue betriebliche Qualifizierung weiter ausbauen können”. Betriebe könnten hier auf die kompetente Beratung und Unterstützung durch die Kammern zählen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiteres Fazit sowohl des Berichts als auch der Fachtagung in Berlin: Der Unterstützungsbedarf für Anerkennungsinteressierte, aber auch für zuständige Stellen und Weiterbildungsanbieter muss laufend identifiziert, geeignete Instrumente entwickelt sowie Informationsangebote ausgebaut werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das “Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen” – kurz Anerkennungsgesetz – erleichtert und verbessert seit dem 1. April 2012 die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in der Zuständigkeit des Bundes. Das BIBB-Projekt “Monitoring der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes des Bundes als Beitrag zur Qualitätssicherung” beobachtet im Auftrag des BMBF die Umsetzung des Gesetzes sowie die begleitenden Prozesse und trägt damit wesentlich zu einem kontinuierlichen Dialog zwischen allen Beteiligten aus Wissenschaft, Politik und Praxis bei. Über die Ergebnisse der Analysen informiert das BIBB im Rahmen einer jährlichen Berichterstattung. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Evaluation wird im BIBB vorbereitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Als zentrales Informationsangebot der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen betreibt das BIBB darüber hinaus das Portal “Anerkennung in Deutschland”. Im Auftrag des BMBF informiert es umfassend zu wichtigen Fragen der beruflichen Anerkennung und leitet mit dem “Anerkennungs-Finder” mit wenigen Klicks zur zuständigen Stelle. Finanziert wird das Portal durch das Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung” (IQ). Dieses Förderprogramm wird vom BMBF, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) getragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Informationen unter www.anerkennung-in-deutschland.de sowie zum BIBB-Anerkennungsmonitoring unter www.bibb.de/de/wlk64579.htm</p>
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