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		<title>„Grenzenlose Wärme“: Studierende der Sozialen Arbeit helfen in griechischen Flüchtlingscamps</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ARKM Zentralredaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 08:22:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Grenzenlose Wärme“ heißt ein studentisches Hilfsprojekt für Flüchtlinge, das 18 Studierende der Sozialen Arbeit der Fachhochschule Dortmund in ihrem ersten Semester erfolgreich gestartet haben. Wärme, Menschlichkeit, Nähe, Freundschaft und Hoffnung wollen sie über die Grenzen hinweg tragen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Grenzenlose Wärme“ heißt ein studentisches Hilfsprojekt für Flüchtlinge, das 18 Studierende der Sozialen Arbeit der Fachhochschule Dortmund in ihrem ersten Semester erfolgreich gestartet haben. Wärme, Menschlichkeit, Nähe, Freundschaft und Hoffnung wollen sie über die Grenzen hinweg tragen: Mit drei Transportern voller Spenden, darunter warme Winterkleidung, feste Schuhe, Hygieneartikel oder Spielsachen, reisten sie zum Jahreswechsel nach Griechenland, um in zwei Flüchtlingscamps im Raum Thessaloniki praktische Hilfe zu leisten. Weil diese Camps nicht von Hilfsorganisationen, sondern nur von Freiwilligen betreut werden, ist die Not dort besonders groß.</p>
<figure id="attachment_24698" aria-describedby="caption-attachment-24698" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-24698" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/01/01-Grenzenlose-Waerme-2140-neu.jpg" alt="" width="620" height="415" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/01/01-Grenzenlose-Waerme-2140-neu.jpg 620w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/01/01-Grenzenlose-Waerme-2140-neu-280x187.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/01/01-Grenzenlose-Waerme-2140-neu-500x335.jpg 500w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/01/01-Grenzenlose-Waerme-2140-neu-134x90.jpg 134w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-24698" class="wp-caption-text">Foto: Fachhochschule Dortmund</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die Idee zum Einsatz vor Ort hatte Antonette Dugayo: „Wir studieren alle im dualen Studiengang Soziale Arbeit, mit Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-)Migration. Ich wollte mir einfach ein Bild davon machen, was auf der Flüchtlingsroute passiert“. Ihr Aufruf „Wer kommt mit nach Griechenland?“ entwickelte schnell eine Eigendynamik: Nahezu die Hälfte ihres Jahrgangs beteiligt sich aktuell an dem Projekt „Grenzenlose Wärme“.</p>
<p style="text-align: justify;">Den selbst geplanten und organsierten Einsatz bereiteten die Studierenden in nur sechs Wochen vor. Sie teilten sich ein in „Die Transporter“, „Die Helfer vor Ort“ und „Die Rückendeckung“ – das sind die Helfer und Unterstützer daheim. Über eine eigene Homepage machen die Studierenden auf die Not in den griechischen Camps aufmerksam, stellen ihr Projekt und sich selbst vor und sammeln per Crowdfunding Geld- und Sachspenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor Ort in Griechenland helfen die Studierenden bei der Spendenausgabe, packen im „Spenden-Warehouse“ stundenlang Food-Pakete zusammen, gestalten Freizeitangebote für Kinder und suchen sich selbst weitere Aufgaben. „Die Leute wollen reden“, sagt Mohammed Okasha, „man spürt, dass sie eine Last loswerden wollen“. Sebastian Heinze ist von der Stärke der Flüchtlinge beeindruckt: „Manche sind schon seit einem Jahr in dem Camp, haben aber ihre positive Einstellung noch nicht verloren.“ Auch außerhalb der Camps gibt es viel Not. „Wir haben uns nachts manchmal mit der Taschenlampe auf den Weg gemacht und Decken und Essen an Obdachlose verteilt“, so Antonette Dugayo.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor ein paar Tagen sind die Studierenden zurückgekehrt in die Wohlfühlzone Deutschland, voller Eindrücke, aber auch mit dem Gefühl, etwas getan zu haben. „Wir haben viele gute und viele schlechte Dinge gesehen“, so Hanifa Ben Meryem, „Wenn man sieht, wie die Kinder in den Camps sich über das Spielzeug freuen, weiß man: Es ist gut, was wir machen“.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hoch motiviert und gut ausgebildet</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als Studierende des dualen Bachelor-Studiengangs „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-)migration“ sind die 18 Studierenden nicht nur hochmotiviert, sondern auch mit der Situation von Flüchtlingen vertraut. Sie werden theoretisch und praktisch darin ausgebildet, Zuwanderinnen und Zuwanderer sowie Flüchtlingen bei ihren vielfältigen Problemen zu unterstützen. Da sie „dual“ studieren, also Hörsaal und Praxis vereinen, sind die Studierenden an zweieinhalb Tagen pro Woche an der Fachhochschule Dortmund. An den anderen Tagen arbeiten sie bei verschiedenen Trägern der Sozialen Arbeit, zum Beispiel bei der Notunterkunft für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in Dortmund, bei der Flüchtlingshilfe der AWO in Dortmund oder beim Multikulturellen Forum in Hamm.</p>
<p style="text-align: justify;">Die meisten in diesem Studiengang haben selbst einen Migrations- oder Flüchtlingshintergrund. Nesrin Koro aus Hamm zum Beispiel flüchtete im Alter von fünf Jahren mit ihren Eltern aus Syrien nach Deutschland. Aktuell arbeitet die Studentin in der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Hamm und sammelt dort praktische Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass das Projekt „Grenzenlose Wärme“ weitergehen wird, steht jetzt schon fest. Wann die Studierenden ihren nächsten Einsatz starten, hängt aber auch vom Spendenaufkommen ab.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: Fachhochschule Dortmund</em></p>
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		<title>Helfer in Gefahr</title>
		<link>https://www.karriere-aktuell.de/helfer-in-gefahr-20160115.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andrea Kotis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2016 15:40:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Jun.-Prof. Dr. Andrea Schneiker]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Siegen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsdruck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie möchten anderen Menschen helfen. Doch immer häufiger werden die Menschen, die eigentlich nur helfen wollen, selbst Opfer von Gewalt. Humanitäre Hilfsorganisationen, meist Nichtregierungsorganisationen (NGOs), arbeiten vermehrt in Krisengebieten, in denen das Risiko von bewaffneten Konflikten besteht. Allein 2013 kam es zu gewaltsamen Übergriffen auf 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen. Das geht aus einem neuen Buch von Dr. Andrea Schneiker, Juniorprofessorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt "Internationale Beziehungen" an der Universität Siegen, hervor.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><strong>Buch der Siegener Professorin Dr. Andrea Schneiker zeigt Gefährdung und Sicherheits-Strategien für humanitäre Hilfsorganisationen auf.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Sie möchten anderen Menschen helfen. Doch immer häufiger werden die Menschen, die eigentlich nur helfen wollen, selbst Opfer von Gewalt. Humanitäre Hilfsorganisationen, meist Nichtregierungsorganisationen (NGOs), arbeiten vermehrt in Krisengebieten, in denen das Risiko von bewaffneten Konflikten besteht. Allein 2013 kam es zu gewaltsamen Übergriffen auf 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen. Das geht aus einem neuen Buch von Dr. Andrea Schneiker, Juniorprofessorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt &#8222;Internationale Beziehungen&#8220; an der Universität Siegen, hervor.</p>
<figure id="attachment_21724" aria-describedby="caption-attachment-21724" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-21724" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/01/Tastatur1.jpg" alt="Foto: ARKM Archiv " width="620" height="415" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/01/Tastatur1.jpg 620w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/01/Tastatur1-280x187.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/01/Tastatur1-500x335.jpg 500w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/01/Tastatur1-134x90.jpg 134w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-21724" class="wp-caption-text">Foto: ARKM Archiv</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Prof. Schneiker zeigt in ihrem Buch „Humanitarian NGOs, (In)Security and Identity: Epistemic Communities and Security Governance“ auf, inwiefern Hilfsorganisationen sich selbst bei der Vorbeugung von Sicherheitsgefahren im Wege stehen, was Hilfsorganisationen schon unternommen haben, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser zu sichern und welche Maßnahmen Hilfsorganisationen ergreifen können, um sich noch besser vor Übergriffen zu schützen . „Dieses Buch ist ein Muss sowohl für Praktiker als auch Wissenschaftler, die verstehen möchten, wie das humanitäre System auf die wachsenden Sicherheitsherausforderungen reagiert hat“, sagt Prof. Dr. Dennis Dijkzeul von der Ruhr-Universität Bochum.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Übergriffe und Wettbewerbsdruck</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Doch warum kommt es überhaupt zu solchen Übergriffen und wie können sich Organisationen dagegen schützen? Traditionell gehen humanitäre Hilfsorganisationen davon aus, dass sie bei ihren Hilfeleistungen sicher sind. Zum einen, weil sie Gutes tun und zum anderen, weil sie sich an die humanitären Prinzipien Menschlichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit halten. In der heutigen Zeit gibt es allerdings viele nicht-staatliche Gewaltakteure, die sich nicht an das Völkerrecht halten und die Hilfsorganisationen nicht anerkennen. Oft werden die Organisationen sogar ganz bewusst angegriffen, weil sie im Kontext bewaffneter Konflikte als ein Teil westlicher Interventionen angesehen werden. „Die NGOs müssen sich aktiv damit auseinandersetzen, dass es nicht ausreicht, Gutes zu tun, um geschützt zu sein“, sagt Prof. Schneiker.</p>
<p style="text-align: justify;">Oft schrecken MitarbeiterInnen und ManagerInnen der Organisationen davor zurück, etwas gegen Angriffe zu unternehmen oder sehen die Notwendigkeit nicht. Prof. Schneiker: „Viele Hilfsorganisationen stehen unter einem Wettbewerbsdruck und scheuen sich davor, Geld in Sicherheit zu investieren. Dabei ist Sicherheit die Grundbedingung für Projekte humanitärer Hilfsorganisationen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt auch Fälle, in denen Mitarbeiter davor zurückschrecken, Überfälle zu melden. Sie haben Angst vor dem Vorwurf, selbst schuld zu sein, oder von Projekten abgezogen zu werden. Aber gerade das stellt sich als problematisch dar, denn häufig werden dadurch andere NGOs nicht vor Übergriffen gewarnt – und es gibt weitere Opfer von Überfällen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Strategien für mehr Sicherheit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, mit der drohenden Gefahr umzugehen und die Sicherheit zu erhöhen. Manche Organisationen richten sich auf einem abgeschotteten Gelände ein, andere engagieren bewaffnetes oder unbewaffnetes Sicherheitspersonal und lassen sich so beschützen oder bewachen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Organisationen erhalten kugelsichere Westen oder bepanzerte Fahrzeuge. Manche NGOs operieren undercover, ohne Logos oder andere Erkennungsmerkmale, sodass sie in der Bevölkerung unsichtbar werden. Andere wiederum arbeiten nur noch mit lokalem Personal oder ziehen sich komplett zurück. Manche Organisationen stellen Richtlinien oder Handbücher bereit, in denen beispielsweise erläutert wird, wie eine Evakuierung abläuft oder wie Informationen weiter zu geben sind. Auch werden Sicherheitstrainings für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten, beispielsweise Fahrtrainings. Viele Helferinnen und Helfer organisieren sich auch selbst: Sie tauschen Handynummern aus oder treffen sich, um Informationen weiter zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt allerdings auch Hilfsorganisationen, die trotz der vielfältigen Möglichkeiten keine Konzepte entwickelt haben und deren Mitarbeiter auf sich allein gestellt sind. Hier tritt ein weiteres Problem auf. „Viele NGOs sind bisher nicht in der Lage, ihr Verhalten selbstkritisch zu reflektieren. Beispielsweise bedenken sie ihr Verhältnis zu politischen Akteuren oft nicht genau. Es besteht häufig keine strikte Trennung zwischen politischen und militärischen Interventionen und humanitärer Hilfe. Diese ‚Zusammenarbeit‘ kann zu Gewaltangriffen führen“, sagt Prof. Schneiker.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansprechpartnerin:<br />
Jun.-Prof. Dr. Andrea Schneiker<br />
E-Mail: schneiker@sozialwissenschaften.uni-siegen.de</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: Universität Siegen</em></p>
<p>The post <a href="https://www.karriere-aktuell.de/helfer-in-gefahr-20160115.html">Helfer in Gefahr</a> appeared first on <a href="https://www.karriere-aktuell.de">Karriere Aktuell</a>.</p>
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