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	<description>Wegweiser auf der Karriereleiter</description>
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		<title>Was junge Talente wirklich von Arbeitgebern erwarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven Oliver Rüsche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 10:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berufseinstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie gewinnt man Gen Z &#038; Millennials? Junge Talente fordern faire Gehälter, echte Entwicklung, Sicherheit und gelebte Work-Life-Balance.</p>
<p>The post <a href="https://www.karriere-aktuell.de/was-junge-talente-wirklich-von-arbeitgebern-erwarten-20260709.html">Was junge Talente wirklich von Arbeitgebern erwarten</a> appeared first on <a href="https://www.karriere-aktuell.de">Karriere Aktuell</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten oft als anspruchsvoll. Tatsächlich reagieren sie aber vor allem auf eine Arbeitswelt, in der finanzielle Unsicherheit, technologische Veränderungen und hohe Belastung zum Alltag gehören. Wer Talente der Generation Z und Millennials gewinnen will, muss deshalb mehr bieten als pünktliche Gehaltszahlungen, einen Obstkorb und wohlklingende Karriereversprechen.</p>
<h2>Sicherheit, Gehalt und Balance stehen ganz oben</h2>
<p>Ob ein Arbeitgeber attraktiv ist, zeigt sich für viele junge Beschäftigte als Erstes in stabilen Rahmenbedingungen. Das belegt auch die Randstad Employer Brand Research 2026, für die in Deutschland Online-Interviews mit 4.331 Studierenden, Erwerbstätigen und Arbeitslosen im Alter von 18 Jahren bis zum Rentenalter geführt wurden. Für diese Befragten ist Arbeitsplatzsicherheit mit 58 Prozent der wichtigste Faktor eines idealen Arbeitgebers. Es folgen eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit 54 Prozent, Work-Life-Balance mit 52 Prozent sowie Gehalt und Zusatzleistungen mit 50 Prozent. Chancengerechtigkeit vervollständigt mit 45 Prozent die Top fünf.</p>
<p>Die wichtigsten Erwartungen sind also keineswegs rein materiell. Junge Talente wollen finanzielle Sicherheit, aber ebenso faire Führung, verlässliche Arbeitszeiten und ein respektvolles Miteinander. Randstad zeigt außerdem, dass jüngere Beschäftigte stärker als ältere Generationen auf Karriereentwicklung, Anerkennung, Weiterbildung und moderne Technologien achten.</p>
<p>Das heißt nicht, dass finanzielle Fragen keine Rolle spielen. Das zeigt die Gen Z und Millennial Survey 2026 von Deloitte. Befragt wurden weltweit 22.595 Menschen aus Generation Z und Millennials in 44 Ländern.</p>
<p>Demnach sind die Lebenshaltungskosten bereits im fünften Jahr in Folge die größte Sorge beider Gruppen: 38 Prozent der Gen Z und 42 Prozent der Millennials nennen sie als Top-Thema. Fast jede zweite befragte Person lebt nach eigenen Angaben von Gehalt zu Gehalt.</p>
<p>Für Arbeitgeber bedeutet das: Faire Vergütung ist kein Bonus, sondern die Grundlage. Wer junge Talente gewinnen will, muss zeigen, dass Leistung und berufliche Weiterentwicklung angemessen bezahlt werden.</p>
<h2>Entwicklung statt Karrieredruck</h2>
<p>Gleichzeitig wünschen sich junge Beschäftigte nicht einfach nur den schnellsten Aufstieg. Deloitte zeigt, dass lediglich sechs Prozent der Gen Z und Millennials eine Führungsposition als primäres Karriereziel nennen. Viele wägen genauer ab, welchen Preis Verantwortung hat. Stress, Burnout-Risiko und eine schlechtere Work-Life-Balance machen Führungsrollen für viele weniger attraktiv.</p>
<p>Das heißt aber nicht, dass junge Talente ambitionslos wären. Sie wollen lernen, Verantwortung übernehmen und Fähigkeiten ausbauen – nur nicht um jeden Preis. Laut Deloitte möchten sich viele Befragte vor allem in Bereichen wie Führung, Kommunikation, öffentlichem Auftreten, Kreativität und KI-Kompetenz weiterentwickeln.</p>
<p>Dass Lernen im Job zunehmend zum Wettbewerbsfaktor wird, zeigt auch der LinkedIn Workplace Learning Report. Weiterbildung ist für junge Talente nicht nur ein Benefit, sondern ein wichtiger Baustein, um in einer sich schnell verändernden Arbeitswelt beschäftigungsfähig zu bleiben.</p>
<h2>Kultur muss belegbar sein</h2>
<p>Gerade deshalb spielen Arbeitgeberbewertungsportale eine wichtige Rolle. Junge Bewerberinnen und Bewerber verlassen sich nicht mehr allein auf <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.mittelstand-nachrichten.de/de/karriere/" target="_blank" rel="noopener">Karriereseiten</a></span>, sondern prüfen, wie Mitarbeitende ein Unternehmen tatsächlich erleben: Wie wird geführt? Gibt es Entwicklungsmöglichkeiten? Wie wird mit Belastung umgegangen? Stimmt das Gehalt? Und wie glaubwürdig ist die Unternehmenskultur?</p>
<p>Ein Beispiel aus der Finanzbranche ist <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.kununu.com/de/tecis" target="_blank" rel="noopener">tecis</a></span>. Der Finanzdienstleister wird auf kununu von Mitarbeitenden überdurchschnittlich positiv bewertet; die Weiterempfehlungsrate liegt bei 95 Prozent. Besonders stark fallen die Bewertungen für tecis in den Bereichen Unternehmenskultur und Vielfalt aus, auch Karriere und Gehalt sowie Arbeitsumgebung sind auf hohem Niveau.</p>
<p>Für junge Talente sind genau diese Kategorien entscheidend. Sie zeigen, ob ein Arbeitgeber nicht nur mit Entwicklung, Teamgeist und modernen Arbeitsbedingungen wirbt, sondern ob diese Versprechen im Alltag auch eingelöst werden.</p>
<h2>Work-Life-Balance ist mehr als ein Schlagwort</h2>
<p>Ein weiterer zentraler Punkt ist Work-Life-Balance. Randstad zeigt, dass Arbeitgeber in Deutschland hier noch Nachholbedarf haben: Nur etwa die Hälfte der Talente gibt an, dass ihre Bedürfnisse in diesem Bereich erfüllt werden. Wichtige Faktoren für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind flexible Arbeitszeitregelungen, ein gutes Arbeitsumfeld, eine bewältigbare Arbeitsbelastung sowie Angebote zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.</p>
<p>Deloitte beschreibt Wohlbefinden sogar als eine Art Infrastruktur moderner Arbeit. Die größten Stressfaktoren im Job sind demnach lange Arbeitszeiten, fehlende Anerkennung, zu wenig Zeit für Aufgaben, eine toxische Kultur und als unfair empfundene Entscheidungen.</p>
<p>Für Arbeitgeber ist das entscheidend: Es reicht nicht, Programme zur mentalen Gesundheit anzubieten. Sie müssen so im Arbeitsalltag verankert sein, dass Mitarbeitende sie ohne Angst vor Nachteilen nutzen können.</p>
<h2>Sinn und soziale Verbindung binden Talente</h2>
<p>Auch Sinn bleibt ein starkes Thema. 96 Prozent der Gen Z und 97 Prozent der Millennials sagen laut Deloitte, dass ein Gefühl von Sinn im Job wichtig für Zufriedenheit und Wohlbefinden ist. Rund 40 Prozent haben schon einmal ein Projekt, eine Aufgabe oder sogar einen potenziellen Arbeitgeber aus ethischen Gründen abgelehnt.</p>
<p>Hinzu kommt ein oft unterschätzter Faktor: soziale Verbindung. Etwa zwei Drittel der Befragten haben mindestens eine enge persönliche Freundschaft am Arbeitsplatz. Wer solche Beziehungen hat, plant deutlich häufiger, länger im Unternehmen zu bleiben.</p>
<h2>Junge Talente erwarten Substanz</h2>
<p>Die Erwartungen junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hoch, aber wohl kaum überraschend. Sie wollen fair bezahlt werden, sich entwickeln, gesund arbeiten, Sinn erleben und Teil einer glaubwürdigen Kultur sein. Unternehmen, die nur oberflächliche Benefits bieten, werden es schwer haben.</p>
<p>Wer dagegen finanzielle Sicherheit, echte Entwicklung, gute Führung und menschliche Verbindung schafft, hat im Wettbewerb um junge Talente einen klaren Vorteil. Entscheidend ist nicht, möglichst modern zu wirken, sondern die eigenen Versprechen im Arbeitsalltag einzulösen.</p>
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