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	<title>Universität Konstanz</title>
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		<title>Zeitzeugen im Geschichtsunterricht – Spaß oder Nutzen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ARKM Zentralredaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2017 08:34:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtsunterricht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Arbeit mit Zeitzeugen im Geschichtsunterricht ist in den Bildungsplänen aller Bundesländer fest verankert. Zeitzeugen können authentisch über Ereignisse aus ihrem Leben berichten, die die Schülerinnen und Schüler mehr berühren als bloße Texte im Schulbuch.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen untersuchten Effekte von „Oral History“ in der Schule</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Arbeit mit Zeitzeugen im Geschichtsunterricht ist in den Bildungsplänen aller Bundesländer fest verankert. Zeitzeugen können authentisch über Ereignisse aus ihrem Leben berichten, die die Schülerinnen und Schüler mehr berühren als bloße Texte im Schulbuch. Zudem erhofft man sich, dass sie durch eigenständige Arbeit mit Zeitzeugen lernen, wie Historiker zu arbeiten und beispielsweise Quellen kritisch zu hinterfragen. Doch es gibt auch Kritik an dieser Methode. Zum einen ist Erinnerung ein rekonstruktiver Prozess, der durch viele Faktoren beeinflusst wird. So können individuelle Erinnerungen durch das soziale Umfeld und nachträgliche Informationen verzerrt und verklärt werden. Zum anderen kann die Aura und Authentizität der Zeitzeugen dazu führen, dass ihre Aussagen nicht hinterfragt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen haben nun in einer Studie herausgefunden, dass das Lernen mit lebendigen Zeitzeugen im Vergleich zur Arbeit mit einem Video oder einer Transkription eines Zeitzeugeninterviews den Schülerinnen und Schülern zwar deutlich mehr Spaß macht, aber die Gefahr besteht, dass sie weniger dabei lernen. Die Studie wird im American Educational Research Journal veröffentlicht und ist bereits online erschienen.</p>
<figure id="attachment_25042" aria-describedby="caption-attachment-25042" style="width: 615px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-25042" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/04/Mauer-Berlin.jpg" alt="" width="615" height="410" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/04/Mauer-Berlin.jpg 615w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/04/Mauer-Berlin-280x187.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/04/Mauer-Berlin-500x333.jpg 500w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2017/04/Mauer-Berlin-134x90.jpg 134w" sizes="(max-width: 615px) 100vw, 615px" /><figcaption id="caption-attachment-25042" class="wp-caption-text">Quelle : moerschy / Pixabay</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Welche Effekte die Arbeit mit Zeitzeugen auf die Schülerinnen und Schüler hat, hierzu gibt es nur wenige Studien. Ziel der Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler war es deshalb, zu untersuchen, ob und wie durch die Arbeit mit Zeitzeugen Kompetenzen historischen Denkens gefördert werden können. Für die Studie arbeiteten 900 Schülerinnen und Schüler aus 30 Klassen in einer Unterrichtseinheit zum Thema „Friedliche Revolution in der DDR“ mit Zeitzeugen. Erklärtes Ziel der Unterrichtseinheit war es, die Voraussetzungen unseres Wissens über die Vergangenheit offen zu legen, zum Beispiel die unterschiedlichen Blickwinkel von Zeitzeugen auf die Geschehnisse in der Vergangenheit. Ein Teil der Klassen arbeitete dabei mit Zeitzeugen, die im Unterricht anwesend waren und befragt wurden, ein Teil mit einer Videoaufzeichnung und ein weiterer Teil der Klassen mit der Transkription eines Zeitzeugeninterviews. Zusätzlich gab es fünf Kontrollklassen, die ihren „normalen“ Geschichtsunterricht zu einem anderen Thema erhielten.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Unterricht mit den Zeitzeugen – live, mit Video und mit der Transkription – führte jeweils dieselbe externe Lehrkraft durch, um gleiche Bedingungen sicherzustellen. Vier Zeitzeugen, die den Mauerfall und die Wende mit Anfang 20 als aktive Oppositionelle erlebt hatten, berichteten über ihre politischen Aktivitäten, die Demonstrationen gegen das damalige Regime und die Kontrolle und Unterdrückung durch das sozialistische System. Von denselben vier Zeitzeugen standen auch Videos und Transkriptionen zur Verfügung (https://www.jugendopposition.de), in denen sie ebenfalls über diese Themen berichteten. Die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler zum Thema DDR, ihr Verständnis der Grundlagen historischer Erkenntnis und ihre Einschätzung der Unterrichtseinheit wurden unmittelbar vor und nach der Unterrichtseinheit sowie zwei bis drei Monate später erhoben.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Vergleich zur Kontrollgruppe schnitten alle Klassen, die in verschiedener Form mit Zeitzeugen arbeiteten, besser ab: Sie zeigten eine höhere historische Kompetenz und verfügten über mehr Faktenwissen. Jedoch gab es Unterschiede hinsichtlich der Art, mit den Zeitzeugen zu arbeiten. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die den Zeitzeugen live erlebt hatten, schätzten ihren Lernerfolg wie auch ihr Interesse an der Unterrichtseinheit deutlich höher ein als diejenigen, die mit den Video- und Text-Zeitzeugenberichten gearbeitet hatten. Tatsächlich hatten sie das Ziel des Unterrichts jedoch weniger gut erreicht: Im Hinblick auf ihre Einsicht in die Grundlagen der historischen Erkenntnis schnitten sie schlechter ab. Die Perspektivität des Zeitzeugen wie auch die Notwendigkeit eines kritischen Umgangs mit Erzählungen über die Vergangenheit hatten sie weniger gut verstanden als die Video- und die Textgruppe.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis der Studie könnte auf die in der wissenschaftlichen Literatur häufig diskutierte ‚Aura der Authentizität‘ zurückzuführen sein. „Dass die Zeitzeugen die Vergangenheit leibhaftig miterlebt haben, macht sie so glaubwürdig, dass es den Schülerinnen und Schülern, die sie live erleben, schwerer fällt, die für einen kritischen Umgang notwendige Distanz zu ihren Erzählungen aufzubauen“, erklärt Christiane Bertram, Erstautorin der Studie, die inzwischen über Fachdidaktik in den Sozialwissenschaften an der Universität Konstanz lehrt und forscht. „Sie sind vielleicht so beeindruckt von den Personen und den mündlichen Erzählungen, dass sie deshalb auch ihren Lernerfolg überschätzen“, so Bertram weiter. Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern empfiehlt sie, die motivationalen Potenziale von Zeitzeugenbefragungen zu nutzen und der Gefahr der möglichen „Überwältigung“ durch gründliche Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zu begegnen. „Die Studie ist ein gutes Beispiel dafür, dass innovative und interessante Unterrichtsangebote wissenschaftlich auf Herz und Nieren geprüft werden sollten, um ihr Potenzial besser zu verstehen und gegebenenfalls ihre Wirkung zu erhöhen“, betont Ulrich Trautwein, Leiter des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung. Das Zusammenspiel von Chancen und Risiken von Zeitzeugenbefragungen im Geschichtsunterricht sollte in weiteren Studien untersucht werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle : Universität Konstanz</em></p>
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		<title>Evolutionäre Aufspaltung ohne geografische Barriere</title>
		<link>https://www.karriere-aktuell.de/evolutionaere-aufspaltung-ohne-geografische-barriere-20160630.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2016 14:21:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Topthema]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Evolutionsbiologen]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[geografische Barriere]]></category>
		<category><![CDATA[sympatrischer Artbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Konstanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine fundamentale Frage der Evolutionsforschung lautet: Ist für die  Entstehung neuer Arten eine geografische Barriere notwendig, die eine Ursprungspopulation in zwei genetisch voneinander getrennte Populationen aufteilt? Oder ist hingegen auch eine sogenannte sympatrische Artbildung möglich – die evolutionäre Auseinanderentwicklung einer Population im selben geografischen Gebiet? </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Konstanzer Evolutionsbiologen gelang empirischer Nachweis von sympatrischer Artbildung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine fundamentale Frage der Evolutionsforschung lautet: Ist für die  Entstehung neuer Arten eine geografische Barriere notwendig, die eine Ursprungspopulation in zwei genetisch voneinander getrennte Populationen aufteilt? Oder ist hingegen auch eine sogenannte sympatrische Artbildung möglich – die evolutionäre Auseinanderentwicklung einer Population im selben geografischen Gebiet?</p>
<figure id="attachment_24128" aria-describedby="caption-attachment-24128" style="width: 280px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-24128" src="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/06/Axel-Meyer-Uni-KN-2016-280x259.jpg" alt="Quelle: Universität Konstanz" width="280" height="259" srcset="https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/06/Axel-Meyer-Uni-KN-2016-280x259.jpg 280w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/06/Axel-Meyer-Uni-KN-2016-500x462.jpg 500w, https://www.karriere-aktuell.de/wp-content/uploads/2016/06/Axel-Meyer-Uni-KN-2016.jpg 620w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px" /><figcaption id="caption-attachment-24128" class="wp-caption-text">Quelle: Universität Konstanz</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Weltweit sind nur sehr wenige Beispiele für sympatrische Artbildung bekannt, selbst diese sind nicht unumstritten.  Konstanzer Evolutionsbiologen schlossen nun die bislang ausführlichste Untersuchung von sympatrischer Artbildung ab. Anhand von rund 20.000 genetischen Merkmalen von 450 Fischen dokumentierten sie die parallele Evolution von Buntbarschen in den nicaraguanischen Kraterseen Apoyo und Xiloá. Die Arbeit der Biologen um Prof. Axel Meyer, Ph.D., und Dr. Andreas Kautt erlaubt Rückschlüsse auf mögliche evolutionäre Mechanismen sympatrischer Artbildung. Zugleich untermauerten die Wissenschaftler die empirische Beweislage für eine vielbeachtete Vorarbeit Axel Meyers zur sympatrischen Artbildung dieser Buntbarsche, die im Jahr 2006 im Wissenschaftsjournal Nature publiziert worden war. Die aktuellen Forschungsergebnisse sind in der Ausgabe vom 30. Juni 2016 von PLOS Genetics veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Buntbarsche der vulkanischen Kraterseen Apoyo und Xiloá in Nicaragua sind eines der seltenen Beispiele sympatrischer Artbildung. In nur rund 800 Generationen – ein Zeitraum von geschätzt 1.000 bis 1.500 Jahren – hat sich hier jeweils eine Fischpopulation in vier bis fünf unterschiedliche Arten weiterentwickelt, obwohl die Fische über die gesamte Zeit hinweg im selben geographisch abgeschlossenen See zusammenlebten. Der Konstanzer Evolutionsbiologe Axel Meyer beschrieb dieses erstaunliche evolutionäre Phänomen bereits 2006 im Wissenschaftsjournal Nature. Gemeinsam mit Andreas Kautt schlüsselte er nun detailliert den genetischen Stammbaum der Fischpopulationen auf.</p>
<p style="text-align: justify;">„Unsere Daten deuten darauf hin, dass es eine zweite Welle der Kolonialisierung unmittelbar vor der Aufteilung in zwei Arten gegeben hat“, erläutert Andreas Kautt. Demnach gelangte eine zweite Gruppe derselben Buntbarsch-Spezies in den Kratersee. Die Biologen vermuten, dass diese zweite Besiedlungswelle den Genpool der Buntbarsche aufgefrischt hatte und den Ausschlag für den Aufteilungsprozess in zwei Arten gab.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Evolutionsforschung sind drei Modelle für sympatrische und vermeintliche sympatrische Artbildung bekannt. Das erste Modell, die „reinste Form“ sympatrischer Artbildung, beschreibt die Entwicklung von zwei Arten aus einer gemeinsamen Population heraus. Im zweiten Modell finden zwei oder mehrere Wellen der Besiedlung eines Lebensraums durch dieselbe Art statt, bevor eine Aufspaltung in zwei Arten stattfindet. Gemäß diesem Szenario geht der sympatrischen Artbildung also die Bildung eines Schwarms aus mehreren Populationswellen derselben Ahnenlinie voraus – und folglich eine Auffrischung des Genpools. „Unsere Daten sprechen dafür, dass die Artbildung in den Kraterseen Apoyo und Xiloá so abgelaufen ist. Die zweite Welle der Kolonialisierung wurde in den Genpool der Kraterseepopulation integriert, bevor die evolutionäre Aufspaltung stattfand. Der Aufspaltungsprozess in zwei Arten hat sich anschließend ohne geographische Barrieren abgespielt“, erläutert Andreas  Kautt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das dritte Modell, das nur sehr schwer zu unterscheiden ist und von Kritikern häufig als Einwand angeführt wird, beschreibt eine nur vermeintliche sympatrische Artbildung. Dieses Szenario geht ebenfalls von einer zweiten Populationswelle aus. Allerdings habe sich demnach die erste Population des Kratersees bereits weiterentwickelt, bevor die zweite Populationswelle hinzukam. Zum Zeitpunkt ihres Aufeinandertreffens seien die beiden Schwärme aus gleicher Ahnenlinie also bereits getrennte Arten gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Szenario läge keine echte sympatrische Artbildung vor, da eine geografische Barriere zum Zeitpunkt der Auseinanderentwicklung eine Rolle spielte. Anhand der Genanalyse konnten die Konstanzer Evolutionsbiologen diesen Fall jedoch ausschließen: Die genetischen Stammbäume der Fische zeigen, dass die Aufspaltung in zwei Arten erst nach der zweiten Populationswelle stattfand. Damit lieferten die Genetiker den empirischen Beweis für die sympatrische Artbildung in den nicaraguanischen Kraterseen Apoyo und Xiloá.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Forschungsprojekt fand im Rahmen von Axel Meyers ERC Advanced Grant „Comparative genomics of parallel evolution in repeated adaptive radiations“ statt. Der Europäische Forschungsrat (ERC) hatte Axel Meyer 2011 diesen renommierten Wissenschaftspreis zur Erforschung paralleler Evolution zugesprochen. Die wissenschaftlichen Arbeiten an den Kraterseen Nicaraguas sollen in den kommenden Jahren weiter vertieft werden. Unter anderem planen die Konstanzer Evolutionsbiologen eine vollständige Sequenzierung der Genome der Fischpopulationen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: Universität Konstanz</em></p>
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