Start in die Selbständigkeit – so gelingt’s leichter

ARKM Zentralredaktion 28. Dezember 2017

So mancher träumt den Traum von der eigenen Existenz, in der man sein eigener Chef ist und Ziele verwirklichen kann. Auch eine gute Idee ist oft vorhanden. Doch wird in vielen Fällen der Sprung in die Selbständigkeit trotzdem nicht gewagt, weil die Risiken gescheut werden oder das nötige Kapital fehlt.

Doch mit einer guten Planung und Vorbereitung lässt sich einiges dafür tun, dass das Gründungsvorhaben nicht scheitert. Und auch Finanzierungs-Hürden sind zu überwinden. 

Eine zentrale Bedeutung für das Gelingen der Selbständigkeit besitzt der Business-Plan. Er ist das unternehmerische Konzept oder der Leitfaden, mit dem die Geschäftsidee in die Tat umgesetzt wird. Viele Gründer sind der Meinung, es genügt nur, eine gute Idee zu haben und Rest ergibt sich quasi von alleine. Dem ist nicht so! Die Erfahrung zeigt, dass Existenzgründungen ohne Plan mit einem stark überdurchschnittlichen Risiko verbunden sind. Mit einem fundierten Business-Plan wird das Wagnis kalkulierbarer und die Gefahr des Fehlschlags ist deutlich geringer.



Wozu der Business-Plan gut ist



Im Business-Plan werden alle relevanten Aspekte des Gründungsvorhabens ausführlich analysiert und dargestellt. Das fängt bei der Konkretisierung der Geschäftsidee an, führt über die Markt- und Wettbewerbsanalyse und die Beschreibung der Marketing-Strategie bis zur Erklärung des Unternehmensaufbaus, der Standort- und Rechtsformwahl sowie der Personalrekrutierung. Wichtig ist auch, sich mit den Chancen und Risiken der Unternehmensgründung näher auseinanderzusetzen. Ein Gründer sollte einen realistischen Blick besitzen und Antworten parat haben, was ist, wenn es nicht so läuft wie gedacht.

Quelle: pixabay.com/Gerd Altmann



Unerlässlicher Bestandteil jedes Business-Plans ist ein Zahlen- und Datengerüst, mit dem die textlichen Aussagen untermauert werden. Dazu gehören ein Kapitalbedarfs- und ein Finanzierungsplan – also Angaben, wie viel Geld für die Gründung benötigt wird und wie es aufgebracht werden soll. Mindestens ebenso unerlässlich sind der Liquiditätsplan und die Rentabilitätsvorschau. Im Liquiditätsplan wird gezeigt, dass das Unternehmen auf absehbare Zeit flüssig sein wird. Die Rentabilitätsvorschau dient als Nachweis, dass sich das Vorhaben voraussichtlich trägt und rechnet. 

Der Business-Plan ist nicht nur der Leitfaden, an dem sich Gründer orientieren können. Er stellt für Kapitalgeber (Banken, Förderinstitute, Investoren) die entscheidende Unterlage dar, um die Finanzierungswürdigkeit des Vorhabens zu beurteilen. Mit einem fundierten, logischen und gut nachvollziehbaren Plan können Existenzgründer ihre Finanzierungschancen nachhaltig verbessern.

Nicht alles selbst machen wollen



Gründer machen häufig den Fehler, zunächst alles selbst machen zu wollen – das ist schließlich billiger – und verzetteln sich vielfach dabei, anstatt sich auf ihr eigentliches Kerngeschäft zu konzentrieren. Das besteht am Anfang vor allem darin, Kunden zu gewinnen. Die Kundenakquise ist eine ureigene Aufgabe jedes Selbständigen. Andere Dinge können dagegen ausgelagert werden. So spart man sich die Mühe, dies selbst zu erledigen oder eigene Kapazitäten für solche Tätigkeiten aufzubauen und vorzuhalten. 

Eine gute Möglichkeit für Outsourcing bieten Büro- und Sekretariats-Tätigkeiten. Im Zeitalter des Internets kein Problem mehr, denn die Präsenz des Sekretariats vor Ort ist weitgehend überflüssig geworden. Die Kernleistung solcher Büroservices liegt im Telefondienst, denn jederzeitige Erreichbarkeit ist gerade für Gründer ein zentraler Punkt bei der Kundengewinnung. Auf Wunsch wird der Telefonservice für kleine Unternehmen und Start-ups 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr angeboten.

 Darüber hinaus übernehmen Büroservices eine Vielzahl weiterer typischer Sekretariats-Aufgaben wie Schreibdienste, Übersetzungen, Post-Management, Terminplanung usw.. Manche Anbieter vermieten auch Working Spaces, Büro-, Konferenz- und Meeting-Räume auf Zeit. Die Nutzung eines Bürodienstes bedeutet für Gründer nicht nur eine Arbeitsentlastung, sie rechnet sich auch kostenmäßig. In der Regel ist für den Service nur eine geringe fixe Grundgebühr zu zahlen, die Leistungen werden dagegen nach Inanspruchnahme abgerechnet. Dadurch gewinnen Gründer eine hohe Kostenflexibilität und -transparenz bei ihren Sekretariatskosten.

Wertvoll – ein guter Steuerberater

Ein weiterer sehr hilfreicher Outsourcing-Partner für Existenzgründer sind Steuerberater: ein guter Steuerberater kann für Selbständige wesentlich mehr leisten als nur die Steuererklärung. Oft übernimmt er auch die Lohn- und Finanzbuchhaltung und kümmert sich ggf. sogar um das komplette Rechnungswesen. Auch kann er Tipps zum Thema Rechnung und Buchhaltung geben. Steuern und Buchführung sind zwei Themen, um die kein Existenzgründer herumkommt. Sie machen viel Arbeit und erfordern Wissen, tragen aber relativ wenig zum Gelingen des Gründungsvorhabens bei – ein ideales Feld für die Auslagerung. Und mancher Steuerberater kann auch als Unternehmensberater nützliche Tipps für eine erfolgreiche Existenzgründung geben.


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