Berufseinstieg

Berufseinstieg: Ist der Bachelorabschluss ausreichend?

Um das Studium in Deutschland effizienter zu gestalten und ein einheitliches System an universitären Abschlüssen in Europa zu errichten, wurden die bisherigen Studienabschlüsse Diplom und Staatsexamen (Lehramt) durch den zweistufigen Abschluss Bachelor und Master ersetzt. Nicht umsonst genießt der Bachelor unter Studierenden den Ruf, nur ein halbes Studium „wert zu sein“.

Spätestens gegen Ende des Bachelor-Studiums stehen angehende Absolventen also vor der Entscheidung. Bewerben sie sich mit dem Abschluss Bachelor oder lernen sie weiter bis zum Master? Immerhin war der Bachelorabschluss ja dafür gedacht, ein erster berufsqualifizierender Abschluss zu sein.

Naturwissenschaften: Hier ist ein Masterabschluss üblich

Es sind die mathematisch-naturwissenschaftlich orientierten Fächer, in denen die Absolventen bevorzugt einen Master anstreben. Dieser ist nämlich Voraussetzung für eine Promotion, die in den Naturwissenschaften zum Standard gehört. Auch im technischen Bereich suchen Firmen eher nach Masterabsolventen, weil diese ein mehr an Wissen mit in den Job bringen.

Ein anderer Grund für den Erwerb eines Mastertitels ist das höhere Gehalt, das mit dem höheren Bildungsabschluss einhergeht. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich (besonders bei den Chemikern und Physikern) sind die Gehaltssprünge eklatant! Auch werden diejenigen, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, nicht um den Erwerb eines Mastertitels umhin kommen.

Die meisten Unternehmen stellen gern Bachelorabsolventen ein

Wer die Schnauze gestrichen voll hat von Seminaren, Vorlesungen und Abgabeterminen, der sollte sich das Geld für einen konsekutiven Master sparen und sich nicht länger an der Uni herumquälen. Selbstverständlich wird es noch etwas dauern, bis alle potenziellen Arbeitgeber in Deutschland begriffen haben, dass der Bachelor ein vollwertiger Abschluss ist und nicht mehr den (hinkenden) Vergleich zum Diplom suchen.

Doch schon jetzt stellen etliche Firmen mit Freuden Bachelorabsolventen ein. Gerade im Finanz- und IT-Sektor sind Masterabschlüsse nicht unbedingt notwendig. Auch Berater-Jobs werden an Bachelorabsolventen vergeben. Dasselbe gilt für Marketing und Vertrieb. Zu diesem Schluss kommt man schon beim Blick auf aktuell geschaltete Stellenanzeigen. Einen wirklichen Vorteil bietet der Master in diesen Berufen dann, wenn die Möglichkeit besteht, mit dem höheren Abschluss auch auf einer höheren Hierarchie-Ebene einzusteigen.

So oder so kann der Master auch zu einem späteren Zeitpunkt noch berufsbegleitend erworben werden, was sich gerade in Branchen, die weniger akademisch geprägt sind, anbietet. Wer mit einem Master einsteigt, der hat sich zwar im Vorfeld mehr Wissen angeeignet, Arbeitsabläufe und Erfahrungen, erlernen/sammeln Master-, wie Bachelorabsolventen allerdings erst „on the job“.

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