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Gleich drei Preisträger auf einen Schlag

In der Astronomie der Uni Bonn werden zugleich mehrere Gastwissenschaftler von der Humboldt-Stiftung gefördert

Prof. Dr. Ludovic van Waerbeke von der University of British Columbia (Kanada). © Foto: Raymond Leung and XRAY Studio
Prof. Dr. Ludovic van Waerbeke
von der University of British Columbia (Kanada).
© Foto: Raymond Leung and XRAY Studio

Ein seltenes Zusammentreffen: Gleich drei Wissenschaftler aus dem Ausland werden für einen Forschungsaufenthalt am Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn mit Preisen der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Prof. Dr. Konrad Kuijken von der Universität Leiden (Niederlande), Prof. Dr. Philipp Podsiadlowski von der Oxford University (England) und Prof. Dr. Ludovic van Waerbeke von der University of British Columbia (Kanada) werden in den nächsten Monaten zu Forschungsaufenthalten an die Bonner Alma mater kommen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass drei herausragende Wissenschaftler im selben Zeitraum Gastaufenthalte an einem einzigen Institut absolvieren, ist sehr klein. „Das ist eine glückliche Konstellation von sehr guten Kandidaten, die im Vorfeld ihr Interesse an einem regelmäßigen Aufenthalt bei uns signalisiert haben“, sagt Prof. Dr. Peter Schneider vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn, der zwei der drei Preisträger nominiert hat. Dies sei auch als deutliches Zeichen für die internationale Strahlkraft des AIfAs und seiner Wissenschaftler zu werten.

„Die Anwesenheit der Preisträger wird die laufenden Projekte enorm beflügeln und dem Argelander-Institut bei der strategischen Ausrichtung auf künftige Ziele sehr helfen“, sagt Prof. Dr. Norbert Langer, Geschäftsführender Direktor und Humboldt-Professor am AIfA, der ebenfalls einen der Wissenschaftler für einen Humboldt-

Forschungspreis nominiert hat. Die Kooperation mit den Gastwissenschaftlern werde auch den Studierenden in der Astronomie zugute kommen.

Prof. Dr. Konrad Kuijken von der Universität Leiden (Niederlande). © Foto: privat
Prof. Dr. Konrad Kuijken
von der Universität Leiden (Niederlande).
© Foto: privat

Prof. Dr. Ludovic van Waerbeke von der University of British Columbia (Kanada) kommt im Mai mit einem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis an die Universität Bonn, der mit 45.000 Euro dotiert ist. Der Wissenschaftler erforscht mit Hilfe des Gravitationslinseneffektes die Verteilung der Materie im Universum, insbesondere die Dunkle Materie und die Dunkle Energie. „Das AIfA verfügt über eine exzellente Kombination von Forschungsgruppen, die sich mit Gravitationslinseneffekten und Hochenergie-Astrophysik befassen“, sagt Prof. van Waerbeke.

Sein Kollege Prof. Dr. Konrad Kuijken von der Universität Leiden (Niederlande) arbeitet auf einem ganz ähnlichen Forschungsfeld und kommt mit einem Humboldt-Forschungspreis an die Universität Bonn. „Die meiste Materie im Universum ist dunkel, sendet also keine Strahlung aus, weshalb man sie nur indirekt nachweisen kann“, sagt Prof. Kuijken. Mit Hilfe von Gravitationslinsen erstellen die Wissenschaftler eine Karte der Dunklen Materie, die auf Bildern des „Kilo-Degree Survey“ basiert. „Auf dem Feld der Gravitationslinsen ist das AIfA weltweit führend“, so der Forscher. Das Institut der Universität Bonn untersuche ganz ähnliche Probleme wie er, deshalb biete sich eine Zusammenarbeit an.

Prof. Dr. Philipp Podsiadlowski von der Oxford University (England). © Foto: privat
Prof. Dr. Philipp Podsiadlowski
von der Oxford University (England).
© Foto: privat

Ebenfalls einen mit 60.000 Euro dotierten Humboldt-Forschungspreis erhält Prof. Dr. Philipp Podsiadlowski von der Oxford University (England). Er plant, in den nächsten Jahren insgesamt zwölf Monate am AIfA zu verbringen. Der Astrophysiker erforscht die Geburt, das Leben und das Sterben von Sternen – insbesondere Doppelsterne, Supernova-Explosionen und den Nachweis von Gravitationswellen von verschmelzenden Schwarzen Löchern. „Das Team von Professor Langer am AIfA ist die führende Forschergruppe auf dem Feld der Sternentwicklungstheorie in Europa“, sagt Prof. Podsiadlowski, der bereits mehrere Publikationen zusammen mit den Astronomen der Universität Bonn veröffentlicht hat.

Quelle: Universität Bonn

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