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Neues Format zur Forschungsförderung an der Hochschule Worms

In Form von FuE-Ringvorträgen gibt sich die Hochschule Worms ein erweitertes Format zur Förderung des Interesses an wissenschaftlichen Fragestellungen. Das bekannte Format der Ringvorlesung wird dabei um eine anschließende Expertenrunde zu offenen Fragen der Forschung und Entwicklung (FuE) ergänzt. Der erste Ringvortrag für Studierende und Professoren fand am 14.01.2015 statt.

Der demografische Wandel – Thema mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen

Gastreferent der Hochschule Worms war Dr. Benjamin Weigert, Wirtschaftswissenschaftler der Volkswirtschaftslehre und seit 2011 Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Foto/Hochschule Worms
Foto/Hochschule Worms

Die Kernbotschaft des Vortrages, dass der demographische Wandel uns alle betreffe, stieß bei der Zuhörerschaft aus Studierenden und Professoren auf reges Interesse. Auch wenn es nicht der erste demographische Wandel in unserer Geschichte sei, so doch der erste bei dem sich die Gesellschaftsstruktur zu einem deutlich höheren Anteil älterer Menschen hin verändere. Dies stelle nicht nur Politik, sondern auch Wirtschaft und Bürger vor neue Herausforderungen, auf die es keine vorhandenen Antworten gäbe. Die von manchen beklagte Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer sei jedoch ein wichtiger Faktor zur Abmilderung der Folgen angesichts sinkender Geburtenraten und daher Baustein zur Sicherung unserer Sozialsysteme; aber nicht der einzige. Der zweite wichtige Faktor sei der, den aktuellen Modellrechnungen zugrunde gelegte, technologische Fortschritt. Darin liege allerdings eine Schwachstelle für Prognosen, weil technologischer Fortschritt vorausgesetzt würde.

Dem Wandel begegnen – was können wir tun?

Alle Herausforderungen zur Bewältigung des demographischen Wandels mündeten in der zentralen Frage, was wir tun können, um den unausweichlichen Wandel so zu gestalten, dass er unser gesellschaftliches System nicht sprengt. Dr. Weigert hob als zentral hervor, dass insbesondere die Sozialsysteme nicht weiter belastet werden dürften. Die Bemühungen das Wirtschaftswachstum durch technologischen Fortschritt voran zu bringen, müssten intensiviert werden. Dazu gehöre nicht zuletzt ein gesellschaftliches Klima, das Innovationen begünstige und Zuwanderung ermögliche. Auch die Hochschule Worms forscht an der Umsetzung innovativer Techniken, die einen Beitrag zur Bewältigung des demographischen Wandels leisten können. So z.B. in den Bereichen Verteilter Systeme und Mobile Computing, in Tourismus- und Verkehrsträgermanagement oder auch Unternehmensstrategien und Personalführung.

Dies wurde auch im anschließenden intensiven Expertengespräch zwischen Herrn Dr. Weigert und Professoren der Hochschule Worms deutlich, in dem das interdisziplinäre Interesse an den offenen Fragestellungen und Forschungsmöglichkeiten insbesondere für die Hochschule eine zentrale Rolle einnahm.

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