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Absolvent der Hochschule Koblenz erhält den Georg-Simon-Ohm Preis 2016 für physikalische Technik

Foto: Lars Loetgering/ Hochschule Koblenz
Foto: Lars Loetgering/ Hochschule Koblenz

Koblenz/Remagen – Ein Absolvent der Hochschule Koblenz erhält den Georg-Simon-Ohm-Preis 2016 für physikalische Technik. Für seine Masterarbeit mit dem Thema „Diffraction Imaging: Phase Retrieval Algorithms and Applications“ im Studiengang „Applied Physics“ am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz verleiht die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) Lars Lötgering M.Sc. (26) die begehrte Auszeichnung. Die von Prof. Dr. Thomas Wilhein an der Hochschule Koblenz betreute Arbeit beschäftigt sich mit der linsenlosen Abbildung und drei-dimensionalen Rekonstruktionen von Objektwellen mit hoher räumlicher Auflösung. Der Georg-Simon-Ohm-Preis wird im März 2016 während der DPG-Jahrestagung in Regensburg überreicht.

„Der vorgestellte Ansatz ist innovativ und hat hohes Anwendungspotenzial im Bereich der Röntgenstrahlung“, urteilt die DPG, die mit derzeit über 62.000 Mitgliedern größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Davon ist auch Wilhein überzeugt: „Die Masterarbeit von Lars Lötgering zeigt neue Wege für hochauflösende Abbildungen auf, die ohne Linsen auskommen. Das beflügelt insbesondere die Röntgenbildgebung im Nanometer-Bereich – und damit auch unsere Arbeitsgruppe am RheinAhrCampus, die sich mit genau diesem Themenbereich befasst.“

„Kurz und vereinfacht gesagt geht es in meiner Masterthesis darum, ob man das, was Linsen in der optischen Bildgebung machen, auch ohne Linsen mit Hilfe von Computern erledigen kann“, erklärt Lötgering, „der dazu von mir entwickelte Ansatz könnte in der Röntgenbildgebung Anwendung finden sowie Kostenersparnisse in der konventionellen optischen Bildgebung mit sich bringen.“ Prof. Dr. Barbara Hahn, Dekanin des Fachbereichs Mathematik und Technik, betont: „Die hohe Qualität dieser Abschlussarbeit und der Forschung an unserem Fachbereich hat zu dieser besonderen Auszeichnung geführt.“

Lars Lötgering hat an der Technischen Hochschule (TH) Köln sein Bachelorstudium absolviert und anschließend an der Hochschule Koblenz seinen Masterabschluss erworben. Einen Teil seines Studiums konnte er mit einem Fulbright Stipendium in den USA durchführen. In zahlreichen Praktika an renommierten Forschungseinrichtungen hat er aktiv an Forschungsprojekten mit gearbeitet. Glücklicherweise bleibt der Preisträger der Hochschule Koblenz erhalten: Er hat kürzlich eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thomas Wilhein angetreten. Dabei wird er sich der Weiterentwicklung von linsenfreien Abbildungsverfahren im Berreich der hochaufgelösten Bildgebung zuwenden.

Der Georg-Simon-Ohm-Preis soll eine hervorragende, kürzlich abgeschlossene Arbeit eines Studenten oder einer Studentin der physikalischen Technik oder verwandter Studiengänge an Fachhochschulen auszeichnen und so dem Ansporn des physikalisch-technischen Nachwuchses dienen. Die hohe Qualität der Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Mathematik und Technik hat die Deutsche Physikalischen Gesellschaft schon einmal gewürdigt: Vor drei Jahren erhielt die junge Physikerin Magdalena Rohrbeck (M.Sc.), ebenfalls Absolventin des Masterstudiengangs „Applied Physics“, den Georg-Simon-Ohm-Preis 2013 für ihre Arbeiten an der Entwicklung eines hoch segmentierten Neutronendetektors.

Quelle: Hochschule Koblenz

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