Karriere

Nach welchen Jobs Bewerber in der IT suchen sollten

Digitale Jobs boomen. Laut Wirtschaftsforum „Future of Jobs 2020“ könnten bis 2025 weltweit etwa 97 Millionen neue Stellen in Bereichen entstehen, die gut mit automatisierten Prozessen harmonieren. Das bedeutet vor allem eine Vielzahl an neuen Aufgabenfeldern mit zum Teil undurchsichtigen Anforderungsprofilen und Jobtiteln. Bewerbern fällt es da nicht leicht, den optimalen Fit zwischen Job und persönlichen Fähigkeiten herzustellen. Spezialisierte Berater wie Maria Rudak, Recruiterin der AITIVA GmbH, eine Personaldienstleistung für IT-Fachkräfte, besitzen den Überblick. Um sich im Dickicht der Stellenausschreibungen zurechtzufinden, stellt sie zwei der momentan gehyptesten Jobs der Branche vor.

Über den Wolken: Cloud-Architekt

Immer mehr Unternehmen ziehen mit Teilen ihrer IT in die Cloud um. Dadurch sinken oft nicht nur die Kosten des laufenden Betriebs. Eine solche Umsiedelung vereinfacht etwa auch dezentrales Arbeiten. Mit der Etablierung von New-Work-Konzepten und agilem Arbeiten bleibt dieser Trend auf absehbare Zeit sicher ungebrochen. Kein Wunder, dass sich Cloud-Architekten aktuell im Aufwind befinden. „Üblicherweise charakterisiert den Beruf eine hybride Arbeitsweise. Er vereint die Rolle des Administrators mit der des Systemingenieurs, der die bereitgestellten Dienstleistungen pflegt und optimiert“, beschreibt Maria Rudak das Anforderungsprofil. Wie sollen die Datenspeicher aufgebaut sein? Welches Betriebssystem passt am besten zur Aufgabe der Software? Welche Anwendungen lassen sich auslagern und wie bleiben dabei Verbindungen zu anderen Programmen bestehen? Solche Fragen zu Planung und Umsetzung begleiten einen Cloud-Architekten im Arbeitsalltag. „Voraussetzung für den Job stellen fundierte Grundkenntnisse in der IT dar. Sowohl ein einschlägiges Bachelor-Studium als auch eine Ausbildung können je nach Unternehmen die Grundlage für eine Spezialisierung als Cloud-Architekt legen“, weiß die Expertin.

Guter Rat ist teuer: IT Consultant

Gelegentlich übersteigt ein technisches Projekt die Fähigkeiten des eigenen Personals. Sei es, weil eine Maßnahme mehr Arbeitszeit als ursprünglich geplant benötigt oder weil schlicht das Know-how nicht ausreicht. In diesen Momenten kaufen Unternehmen häufig externe Expertise ein, damit es voranzukommen. „Geht es um die Nutzung von Systemen, Anwendungen und Plattformen, nehmen sich IT Consultants dieser Aufgabe an“, führt Maria Rudak aus. Üblicherweise bleiben sie an ein Projekt gebunden und betreuen es über Monate hinweg. In dieser Funktion dienen die Berater nicht nur als Spezialisten ihrer Disziplin, sondern agieren auch als Schnittstelle zum Management. „Der Wechsel ins Consulting ist nur etwas für erfahrene ITler, die Kommunikationskompetenz und Erfahrung mit verschiedenen Tools mitbringen“, stellt Maria Rudak fest. Schließlich setzt der Job umfassende Kenntnisse in Programmiersprachen, Softwares und Systemen voraus. In der Praxis erweist sich Spezialwissen in einzelnen Bereichen, wie etwa der Konzeption von Schnittstellen, bei zahlreichen Projekten als unschätzbar wertvoll. „Wer sich schnell einen Überblick über vertrackte Situationen verschaffen kann und auch unter Zeitdruck zielstrebig vorgeht, findet im IT Consulting eine passende Aufgabe“, betont die Expertin. Geschützt ist die Berufsbezeichnung in Deutschland übrigens nicht, aber eine lokale Handels- oder Handwerkskammer kann die Zertifizierung zum „geprüften IT-Berater“ übernehmen.

Quelle: Borgmeier Media Gruppe GmbH

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