Handys, Hotdogs, Händchenhalten: Benimmregeln für den Hörsaal

karriere-aktuell.de 1. März 2013

Wenn man das erste Mal einen Hörsaal betritt ist plötzlich alles anders: Kein Lehrer mahnt zur Ruhe, das Auspacken eines Schokoriegels führt nicht zum Klassenbucheintrag und überhaupt ist man zunächst doch ziemlich anonym. Trotzdem sollte man sich ein paar Benimmregeln zu Herzen nehmen, um nicht unangenehm aufzufallen und sich bei den Kommilitonen unbeliebt zu machen.

Die Universität ist eigentlich ein Platz für konzentriertes Lernen und Zuhören. Die Realität sieht aber oft ganz anders aus: Da wird gegessen, gequatscht oder durch Zuspätkommen gestört. Doch auch wenn es keine offiziellen Benimmregeln für deutsche Hochschulen gibt, sollte man ein paar Dinge beachten, um es sich mit seinen Mitmenschen nicht zu verscherzen.

© Marian Schrader - Fotolia.com

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Schweigen ist Gold

Der Hörsaal dient vor allem Erstsemestern gerne zur Kontaktaufnahme und zum Austausch über Studienpläne oder unbeliebte Dozenten. Permanentes Getuschel stört aber nicht nur andere Studenten, sondern bringt auch den Vortragenden schnell aus dem Konzept und die Konzentration ist dahin. Hier sollte man Rücksicht nehmen und Gespräche in die Mensa verlegen.

Auch störende Geräusche wie das Öffnen von Colaflaschen, das Knistern von Chipstüten oder Handyklingeln gehören nicht in den Hörsaal. Letzterem kann man durch praktische Apps, die das Handy automatisch zu immer derselben Zeit auf stumm schalten, Abhilfe schaffen.

Zuspätkommen geht nur leise

Der Beginn der Vorlesung ist keine Empfehlung sondern der letzte Zeitpunkt, um unbemerkt im Hörsaal Platz nehmen zu können. Ist man doch einmal verspätet, sollte man sich leise und unauffällig an den Rand setzen. Türenknallen, sich einen Platz in der Mitte suchen, so dass alle anderen in dieser Sitzreihe aufstehen müssen und schließlich noch lautstark in der Tasche wühlen: Das alles stört und führt dazu, dass der Vorlesung nicht von Anfang an gefolgt werden kann.

Störende Gerüche

Neben störenden Geräuschen beeinträchtigen auch üble oder unpassende Gerüche die Stimmung im Hörsaal. Studenten, die nach einer durchzechten Nacht ohne Umwege zur Vorlesung stolpern, schlagen ihre Kommilitonen durch ihre penetrante Alkohol- und Tabakfahne in die Flucht. Natürlich sollte allgemein auf Körperhygiene geachtet werden. Mit übertriebenen Düften sollte man jedoch auch sparen. Nicht jeder hat den selben Geschmack und in einer Parfümerie will niemand lernen müssen. Auch Essensgerüche haben im Hörsaal nichts zu suchen – egal wie gut es duftet.

Essen lieber in der Mensa

Generell sollte auf hörsaaluntaugliche Speisen verzichtet werden. Egal ob Döner, Currywurst oder der Eintopf vom Vortag: Kommilitonen fühlen sich durch das Rascheln und den intensiven Geruch des Essens abgelenkt und können der Vorlesung nicht mehr richtig folgen. Wasser und Säfte dürfen gerade im Sommer natürlich konsumiert werden. Auf Heißgetränke oder das beliebte Feierabendbier sollte aber verzichtet werden. Alles was intensiv riecht oder raschelt, isst man besser draußen.

Die volle Aufmerksamkeit ist gefragt

Wer mit seinem Laptop im Internet surft, eifrig SMS tippt oder sich gar die Haare kämmt, stört zwar nicht direkt, vermittelt aber schnell den Eindruck, sich zu langweilen. Doch eine Vorlesung ist keine Unterhaltungssendung. Der Dozent hat sich im Bestfall gut vorbereitet und die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Studenten verdient. Wer seine Zeit einfach nur absitzt, sollte seine Studienfachwahl lieber überdenken.

Bitte nicht anstecken

Wer krank ist, sollte lieber Zuhause bleiben. Lautes Husten und Niesen wird nicht nur als störend empfunden, Kommilitonen können auch ganz schnell angesteckt werden. Gerade zur Prüfungszeit ist das sehr leichtsinnig und man macht sich schnell Feinde.

Auf der Universität genießt man deutlich mehr Freiheiten als in der Schule. Dies sollte man aber nicht ausreizen und das Studium zur generellen Spaßveranstaltung degradieren. Ein paar Regeln sind wichtig, um ein harmonisches Miteinander von Dozenten und Kommilitonen zu gewährleisten. So lernt es sich auch deutlich leichter.

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