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Westsächsische Hochschule Zwickau kooperiert erstmals mit österreichischer Ingenieurschule

(WHZ) Absolventen der Höheren Technischen Bundeslehranstalt HTL1 in Klagenfurt (Kärnten/Österreich) können künftig drei Diplomstudiengänge an der WHZ in nur vier Semestern abschließen. Grundlage dafür ist ein Kooperationsvertrag, der am 9. Juni in Klagenfurt unterzeichnet wurde.

Foto: Peter Schaller/HTL1 Stehend von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Ing. Matthias Würfel, Dekan Fak. ET der WHZ Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Ing. Gerhard Temmel, Studiendekan Fak. ET der WHZ Hofrat Dr. Axel Zafoschnig, Landesschulinspektor für HTLs Dr. Dipl.-Ing. Rüdiger Stonitsch, Abteilungsvorstand Elektrotechnik HTL1 Sitzend von links nach rechts: Hofrat Dipl. Ing. Franz Korper, Direktor HTL1 Prof. Dr. rer. nat. habil. Gunter Krautheim , Rektor der WHZ
Foto: Peter Schaller/HTL1
Stehend von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Ing. Matthias Würfel, Dekan Fak. ET der WHZ
Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Ing. Gerhard Temmel, Studiendekan Fak. ET der WHZ
Hofrat Dr. Axel Zafoschnig, Landesschulinspektor für HTLs Dr. Dipl.-Ing. Rüdiger Stonitsch, Abteilungsvorstand Elektrotechnik HTL1
Sitzend von links nach rechts: Hofrat Dipl. Ing. Franz Korper, Direktor HTL1 Prof. Dr. rer. nat. habil. Gunter Krautheim , Rektor der WHZ

Die verkürzte Studiendauer wird durch eine fünfjährige exzellente Ingenieur-Vorbildung an der HTL1 ermöglicht. So werden die Fächer Energiesysteme, fachspezifische Informationstechnik, Automatisierungstechnik, Industrielle Elektronik und Antriebstechnik bereits an der HTL 1 gelehrt und an der WHZ anerkannt. Durch diese Anerkennung von vier Grundlagensemestern aus der HTL1-Ausbildung beträgt die Reststudiendauer nur zwei Jahre (vier Semester).
HTL1-Absolventen können an der WHZ die Diplomstudiengänge Elektrotechnik, Kraftfahrzeugelektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnik (alle Fakultät Elektrotechnik) mit der verkürzten Studiendauer abschließen. Sie müssen in Zwickau lediglich zwei Präsenzsemester absolvieren, wodurch die enge Bindung an ihre Heimat bestehen bleibt. Die letzten beiden Semester beinhalten die praktische Ingenieurausbildung und das Diplomprojekt. Diese können entweder in einem sächsischen und/oder einem österreichischen Unternehmen durchgeführt werden, was auch dem Fachkräftemangel in Deutschland auf den Fachgebieten der Elektrotechnik entgegenwirkt.

Die österreichischen Studierenden gewinnen neben der Zeitersparnis Erfahrungen im internationalen Austausch. Sie können intensive Kontakte zu hiesigen Studierenden und zu sächsischen Unternehmen aufbauen, die über das Studium hinaus zu einer internationalen Vernetzung und Zusammenarbeit beitragen werden. „Durch die forschungsnahe Ausbildung an der Fakultät Elektrotechnik werden die technischen Weiterentwicklungen auch über die Staatsgrenzen zeitnah bekannt gemacht. Dies führt mittelfristig zu guten Kontakten in beiden Industriestandorten“, so Prof. Gerhard Temmel, Studiendekan der Fakultät Elektrotechnik der WHZ.

Seine Freude kommt nicht von Ungefähr: Prof. Gerhard Temmel, gebürtiger Österreicher, hat Mitte der siebziger Jahre selbst die HTL1-Ingenieurschule besucht und nun die Kooperation mit auf den Weg gebracht. „Zum 35jährigen Klassentreffen 2014 sprachen wir unter anderem darüber, dass wir im Studium die Grundausbildung noch einmal absolvieren mussten, also im Grunde Zeit verschenkt haben. Da ich die Curricula beider Einrichtungen genau kenne und vergleichen kann, habe ich mich für die Kooperation und besonders für die zwei Jahre Anerkennung der Leistung eingesetzt“, so Prof. Gerhard Temmel.

Bereits im Herbst, mit Beginn des Wintersemesters 2015/16, können die ersten Klagenfurter Maturanten ihr Studium an der WHZ aufnehmen. Nach dem sechsmonatigen Pflichtmilitärdienst in Österreich werden die nächsten Studierenden ab dem Sommersemester 2016 erwartet. Es ist die erste Kooperation dieser Art für beide Einrichtungen.

Quelle/Foto: Peter Schaller/HTL1

 

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