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100 Tage im Amt: Präsidium der Universität Paderborn zieht erste Bilanz

Seit genau 100 Tagen ist das neue Präsidium der Universität Paderborn, das am 1. März seine Arbeit aufgenommen hat, jetzt im Amt – bei einer Pressekonferenz am Montag, 8. Juni, blickte die Hochschulleitung auf die vergangenen drei Monate zurück und informierte über mittel- und langfristige Perspektiven. Schwerpunkte werden die Schärfung des Forschungsprofils, Internationalisierung, neue Masterstudiengänge sowie zur Profilbildung passende Bauvorhaben sein.

Foto : (Universität Paderborn, Vanessa Dreibrodt): Das neue Präsidium der Universität Paderborn nach 100 Tagen im Amt: v.l.n.r. Prof. Dr. Christine Silberhorn, Prof. Dr. Schäfer, Simone Probst, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Prof. Dr. Birgit Riegraf.
Foto : (Universität Paderborn, Vanessa Dreibrodt): Das neue Präsidium der Universität Paderborn nach 100 Tagen im Amt: v.l.n.r. Prof. Dr. Christine Silberhorn, Prof. Dr. Schäfer, Simone Probst, Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Prof. Dr. Birgit Riegraf.

„Wir sind auf einem guten Weg“

„Paderborn ist eine international sichtbare Forschungsuniversität“, so Präsident Prof. Dr. Wilhelm Schäfer. Eine Fokussierung auf erfolgreiche Profilbereiche in der Forschung habe für ihn Priorität. Die nationale und internationale Wahrnehmbarkeit solle deshalb weiter gestärkt und ausgebaut werden. Aktuell gehe es in diesem Zusammenhang zurzeit vor allem um die Erweiterung und Schärfung von Masterstudiengängen. So könnten auf lange Sicht stabile Studierendenzahlen garantiert und eine weitere Verstärkung der Interdisziplinarität ermöglicht werden. Schäfer: „Neue Angebote sind bereits gemeinsam mit den Fakultäten in der Planung“. Dies sei ein wesentlicher Baustein für die langfristige Entwicklung der Hochschule. Eine große Rolle spiele auch der Lehramtsbereich, u. a. der Aspekt Inklusion: „Wir haben ausgezeichnete Professorinnen und Professoren nach Paderborn geholt“, so Schäfer, „und sind auf einem guten Weg, auch was den harten Konkurrenzkampf mit anderen Hochschulen betrifft.“

Neue Highlights

Für Simone Probst, Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung, ist eine gute Infrastruktur ein wichtiger Aspekt. Zwei Bauvorhaben der kommenden Jahre rückte sie in den Fokus: „Mit dem neuen Gebäude „I“ entsteht ein neues Lehr- und Lernzentrum, das im Wesentlichen Anlaufpunkt für Studierende sein wird. Das Gebäude wird die Studienberatung und das International Office beherbergen. Es wird eine Vielzahl von studentischen Arbeitsplätzen in einem erweiterten Bibliotheksbereich bieten.“ Im Frühjahr 2016 sei Baubeginn, die Fertigstellung erfolge voraussichtlich zum Wintersemester 2017/2018. Das zweite große Projekt sei ein Gebäude für den Forschungsschwerpunkt Leichtbau. Da Leichtbau ein Profilbereich der Universität sei, solle das Gebäude die entsprechenden Forschungsschwerpunkte auch infrastrukturell abbilden. So würden international führende Forschungskooperationen ermöglicht. „Mit diesen Vorhaben entstehen schon bald zwei neue Highlights“, ist Probst überzeugt.

Wirtschaftskraft – entstanden in der Uni

Für Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Vizepräsident für Technologietransfer und Marketing, ist es ein Ziel „Grundlagenforschung für die Industrie zugänglich zu machen.“ Dies sei auch für Existenzgründungen von großer Bedeutung: „Wir bringen neue Ideen und Innovationen von der Uni auf den Markt“, so Kabst. Es gebe bisher 170 Ausgründungen aus der Universität Paderborn, durch die in der Region über 8.000 Arbeitsplätze entstanden seien. Weitere Aspekte seien für ihn eine weitere Vernetzung von Wirtschaft und Politik sowie die Nutzbarmachung von Erfindung. Auch wolle die Universität mit einem international ausgerichteten Marketing Masterstudiengänge sichtbar machen, mit denen geeignete Studierende aus der ganzen Welt angesprochen werden sollen.

Forschung und Lehre als Einheit

Zwei Schwerpunkte sieht Vizepräsidentin Prof. Dr. Birgit Riegraf, zuständig für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement, für ihren Bereich: „Erstens eine stetige Verbesserung der Lehre und gute Betreuung durch qualifiziertes Personal, zweitens internationale Studiengänge.“ In diesem Sinne werde auch die Hochschuldidaktik, ein Garant für gute Lehre, weiter ausgebaut. Zudem werde der Blick auf die Studieneingangsphase geschärft, um Studierende besser unterstützen zu können. „Wir sind hier schon gut aufgestellt und haben bereits einige Anträge gestellt, um zusätzliche Mittel einzuwerben.“ Auch das Feedback-System mit den Studierenden solle intensiviert werden, um z. B. Seminare positiv weiterzuentwickeln. Im Zusammenhang mit der Internationalisierung von Studiengängen werde auch die Kommunikation mit Partnerhochschulen weltweit intensiviert.

Internationale Forschung

„Mein Herz schlägt für die Forschung“, sagte Vizepräsidentin Prof. Dr. Christine Silberhorn. Diese sei in Paderborn „punktuell sehr stark“. Die Leibniz-Preisträgerin möchte die Forschungsprofile weiter festigen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Neben dem Ausbau der koordinierten Programme wie der Graduiertenkollegs und der Sonderforschungsbereiche stehe auch bei ihr die Internationalisierung auf dem Programm. Erfolgversprechende Anträge seien für ein neues Graduiertenkolleg sowie einen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG gestellt. Ebenfalls erhöht werden solle künftig der Anteil von EU-Fördermitteln. „Es geht dabei nicht nur um mehr Geld, sondern auch um die damit verbundene nationale und internationale Wahrnehmung der Universität Paderborn“, so Christine Silberhorn.

Quelle: Universität Paderborn

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