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Die Ausbildung zum Assistenzarzt in Deutschland

Die Ausbildung zum Assistenzarzt ist vielfältig, herausfordernd und prägt die gesamte Karriere, die ein werdender Facharzt später einschlägt. Ausgehend von dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage vom Hartmannbund leiden über 1.200 Ärzte unter der anstrengenden und hohen Arbeitsbelastung. Das führt dazu, dass fast jeder Dritte darüber nachdenkt, in einen anderen Beruf zu wechseln. Der Wunsch nach Teilzeitstellen steigt, um dem Ziel einer adäquaten Wochenarbeitszeit so nah wie möglich zu kommen. Wie steht es um das Potenzial und die aktuelle Situation der Assistenzärzte in Deutschland?

Auf dem Weg zum Oberarzt oder Chefarzt

Der erste Blick geht auf die Assistenzarzt Stellenangebote und die Suche der großen Krankenhäuser und Kliniken nach geeignetem Personal. Der Einstieg in den Beruf des Arztes geht über die Stelle als Assistenzarzt. Von daher sind die frisch gebackenen Absolventen der Universität immer auf der Suche nach geeigneten Stellen. Über eine feste Zeiten arbeiten sie als Arzt in der Weiterbildung. Das Studium der Medizin ist schon abgeschlossen und der Assistenzarzt hat seine Berufserlaubnis erhalten. In den folgenden Jahren sind die Assistenzärzte dann unter Anleitung des Chefarztes oder des Oberarztes tätig. Sie stehen auf der ersten Stufe ihrer Karriereleiter und können sich gezielt zum Facharzt weiterbilden lassen.

Aktuelle Herausforderungen in den Kliniken

Die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen treiben die Arbeitszeiten nach oben, demnach sollen derzeit ungefähr 70 % aller Assistenzärzte nach Tarifvertrag pro Woche mindestens 45 Stunden arbeiten. In vielen Teilen fehlt eine angemessene Dokumentation aller Überstunden. So entscheiden sich viele Familienväter und Mütter für einen Teilzeitmodell, das Beruf und Familie in Einklang bringt. Die meisten Assistenzärzte wünschen sich eine Entlastung im Hinblick auf ihre Arbeitszeiten. Dies ist der nicht unkomplizierten wirtschaftlichen Ausrichtung des Gesundheitswesens in Deutschland geschuldet und stellt einen dringenden Handlungsbedarf in den Fokus. Die Assistenzärzte bekommen in vielen Teilen den ökonomischen Druck zu spüren.

Über 80 % aller Assistenzärzte wissen vor allen Dingen die Digitalisierung als festen Bestandteil ihrer Arbeit zu schätzen. Da ist es sehr verwunderlich, dass nahezu 99 % aller Assistenzärzte in dieser Befragung noch keinerlei digitale Gesundheitsanwendungen verschrieben haben. Das bringt die Notwendigkeit mit sich, im digitalen Sektor im Gesundheitswesen für Aufklärung zu sorgen. Zu den gefragten Themengebieten der Assistenzärzte gehört auch die interprofessionelle Zusammenarbeit und das ambulante Arbeiten. Ebenso haben die Anforderungen und Herausforderungen innerhalb der Corona Pandemie neue Herausforderungen und Belastungen in den Arbeitsalltag hinein gebracht. In dieser Phase ist vor allen Dingen aufgefallen, dass viele Kliniken ihren Abläufe und Strukturen einen enormen Optimierungsbedarf haben.

Der Fachkräftemangel und die Karrierechancen in Deutschland

Der Fachkräftemangel bewegt den medizinischen Bereich so stark wie noch nie. Ein Medizinstudent hat also nach seinem Studium mehrere aussichtsreiche Möglichkeiten, um eine Stelle als Assistenzarzt anzutreten. Besonders deutlich wird der Fachkräftemangel für die Fachärztestellen und Oberarztstellen im gesamten Land. Pro Facharztstelle gibt es derzeit durchschnittlich nur zwei Bewerber, das wäre viel zu wenig. Wer sich auf die ausgeschriebenen Stellenangebote bewerben möchte, muss sich auf eine bestimmte Fachrichtung festlegen. In dieser Fachrichtung erlernen die Assistenzärzte in den ersten Jahren ihr gesamtes Wissen für diese Fachrichtung. Ist die Weiterbildung abgeschlossen, wechseln die Assistenzärzte in die Fachärzteweiterbildung, um den gewünschten Facharzttitel zu erhalten.

Für die Durchführung von bestimmten Tätigkeiten benötigen die Ärzte einen Facharzttitel. Dieser war in den neunziger Jahren auch notwendig für die Zulassung als Vertragsarzt für eine gesetzliche Krankenkasse. Ebenfalls notwendig ist dieser Titel als Facharzt, wenn die Assistenzärzte später einen Posten als Chefarzt oder Oberarzt anstreben. In Deutschland dauert die Ausbildung in den meisten Fällen zwischen fünf und sechs Jahren. Das ist wiederum abhängig von dem Fachbereich, für den sich ein angehender Facharzt entschieden hat. Nicht selten liegen Praktika und Studium eine grundlegende Basis für den weiteren Werdegang. Darüber hinaus entscheiden sich viele Fachärzte im Nachhinein, über freiwillige Weiterbildungen Zusatzqualifikationen zu erwerben oder sich auf ein Fachgebiet zu spezialisieren.

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