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Uni Bremen ist wieder erfolgreich bei der Förderung von Frauen in der Wissenschaft

Die Universität Bremen hat bei der Gleichstellungsförderung in der Wissenschaft erneut überzeugt: Im Rahmen der zweiten Runde des Professorinnen-Programms vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern erhält sie Fördergelder für neue Professorinnen-Stellen. Zwei konnte sie bereits mit exzellenten Wissenschaftlerinnen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften besetzen. Mit den zugesagten Geldern finanziert sie zudem das Projekt „Perspektive Promotion“ für Promovendinnen und Promotionsinteressierte der Geistes- und Sozialwissenschaften und die beiden Sommeruniversitäten „informatica feminale“ und Ingenieurinnen-Sommeruni. Die drei Projekte laufen bereits seit mehreren Jahren erfolgreich an der Uni.

„Die Fördergelder vom Bund sind eine weitere Anerkennung für unsere langjährige Arbeit, die Geschlechtergerechtigkeit an unserer Universität zu verbessern“, sagt der Kanzler Dr. Martin Mehrtens. Die Gleichstellungsförderung gehört seit langem zu den Leitzielen der Uni Bremen. „Dieses Ziel werden wir auch weiterhin intensiv verfolgen.“ Im Rahmen des Professorinnen-Programms II kann die Uni insgesamt drei Berufungen finanzieren, deren unbefristete Stellen in den ersten fünf Jahren über eine Anschubfinanzierung von bis zu 75.000 Euro jährlich gefördert werden.

Foto: Uni Bremen
Foto: Uni Bremen

Spitzenbewertungen für die Uni

Voraussetzung für die Förderung war ein überzeugendes Gleichstellungskonzept der gesamten Institution. So gehört die Uni Bremen zu den wenigen Hochschulen in der Bundesrepublik, die in der Begutachtung für das Professorinnen-Programm II Spitzenbewertungen für Chancengerechtigkeit und ihre realisierten Maßnahmen erhalten haben. „Wir freuen uns, mit den Fördergeldern unsere bisherige Arbeit für die Wissenschaftlerinnen und Studentinnen erfolgreich fortzusetzen können“, sagt die Leiterin des Referates Chancenngleichheit/Antidiskriminierung, Anneliese Niehoff. Zurzeit liegt der Anteil der Professorinnen an der Universität Bremen mit 26 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (21 Prozent). Ziel ist es, diesen zu erhöhen sowie den wissenschaftlichen weiblichen Nachwuchs weiterhin zu fördern. Erfreulich: Hier gab es an der Uni Bremen in den vergangenen Jahren einen Anstieg auf über 40 Prozent.

Viel Anerkennung auch von der DFG

Vor der erfolgreichen Bewerbung für das Professorinnen-Programm II hatte auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Universität Bremen bereits mehrfach gelobt. Sie stufte die Uni im vergangenen Jahr erneut in das höchste Stadium bei den forschungsorientierten Gleichstellungsstandards ein. Dies bedeutet, dass ein bereits erfolgreich etabliertes Konzept weitergeführt und durch weitere innovative Ansätze ergänzt wird. Gleichstellungsmaßnahmen und Strukturen seien an der Universität Bremen, so die DFG, sehr gut mit Leben gefüllt. Die zahlreichen Programme zur Förderung von Frauen auf allen Karrierestufen und zur Heranführung von jungen Frauen an die natur- und technikwissenschaftlichen Fächer werden besonders hervorgehoben. Auch die zielorientierte Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und Hochschulleitung sei gute Praxis. Die DFG lobt zudem, dass Gelder aus der Exzellenzinitiative für ein eigenes Professorinnen-Programm genutzt werden.

Über das Professorinnen-Programm:

Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen gezielt zu steigern, hat das BMBF gemeinsam mit den Ländern im Jahr 2007 das Professorinnen-Programm (PP) gestartet. Die Fortführung wurde 2012 beschlossen. Das erste und das zweite Professorinnen-Programm mit dem Gesamtvolumen von je 150 Millionen Euro werden zur Hälfte vom BMBF und den Ländern finanziert. Universitäten, Fachhochschulen und künstlerische Hochschulen erhalten auf der Grundlage einer positiven Begutachtung ihres Gleichstellungskonzepts die Möglichkeit, bis zu drei Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren gefördert zu bekommen.

Weitere Informationen zu den Gleichstellungsmaßnahmen der Uni Bremen unter: www.uni-bremen.de/de/chancengleichheit

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